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PM: Die Ostdeutschen Unternehmerverbände sagen “Ja zu Meinungsfreiheit und Toleranz – Nein zu Hass, Drohungen und Gewalt”

Die Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen massiv unter Druck. Neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage und dem allgegenwärtigen Arbeitskräftemangel sind Unternehmer wie Belegschaften einer Zerreisprobe ausgesetzt, um mit den Verordnungen zum Schutz der Mitarbeiter vor Corona, dem Ziel der Sicherstellung der unternehmerischen Abläufe sowie den ganz individuellen Sichten auf Corona, Impfen und Testen umzugehen.

Es finden seit Pandemiebeginn kraftraubende Aushandlungsprozesse in den Unternehmen statt, die nun in der Frage „geimpft“ oder „ungeimpft“ gipfeln. Daraus folgen arbeitsrechtlich schwierige Fragestellungen, die gesetzlich theoretisch lösbar, aber praktisch wegen dem akuten Mangel an Personal nicht umsetzbar sind. Es entstehen faktische und vor allem gefühlte Ungerechtigkeiten, die nur unter großen Anstrengungen für alle Beteiligten akzeptabel sind.

Das einende Ziel kann und muss die gemeinsame Überwindung der Pandemie und der daraus folgenden Verwerfungen sein. Hier geht es nicht ohne eine – auf allen Seiten nötige – Diskussionsbereitschaft, Akzeptanz entgegengesetzter Auffassungen und einem großen Maß an Verständnis füreinander. Vielen geht hier langsam die Luft aus.

Was in Unternehmen gelingen muss, muss auch in der Gesellschaft gelingen. Demokratie heißt, das Recht zu haben, Verordnungen und Regeln zu hinterfragen und seine Meinung frei zu äußern. Hass, Hetze, Gewalt, Verschwörungstheorien und Bedrohungsszenarien sind aber als Mittel der gesellschaftlichen Auseinandersetzung nicht zu akzeptieren.

Die Unternehmen leisten unter größten Anstrengungen ihren Teil zur Bewältigung der Pandemie und leben gemeinsam mit ihren Belegschaften demokratisches Handeln, Aushandeln, Umdenken, Umlernen, Lösungssuche und Umsetzung vor.

Die Wirtschaft ist ein damit ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Demokratie. Diese gilt es zu verteidigen, aber zugleich auch dagegen abzugrenzen, dass Meinungsfreiheit als Legitimierung für Hass und Gewalt missbraucht wird.

Dr. Burkhardt Greiff
Sprecher der Interessengemeinschaft der
Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin

Pressemitteilung

Foto: Dr. Burkhardt Greiff, Fotorechte: Karoline Wolf

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