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Die Glasholz GmbH stärkt den UVBB

Corinna Fohrholz mit Christian Glaschke. Foto: Karoline Wolf

Werder | Als neues Verbandsmitglied im UVBB begrüßen wir die Glasholz GmbH aus Werder (Havel). Das Unternehmen berät Firmenkunden bei der Auswahl- und Einführung von ERP-Systemen. „Wir machen SAP für den Mittelstand“, beschreibt Corinna Fohrholz das Profil. Sie führt gemeinsam mit Christian Glaschke die Gesellschaft. Beide kennen sich aus langjähriger Zusammenarbeit an der Uni Potsdam, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik Abläufe in der Industrie analysierten und zur Prozessautomatisierung forschten.

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Glühweintrinken mit „Potsdamen“ und „Silicon Sanssouci“

Gastgeber Nico Danneberg mit „Potsdame“ Antje Senf. Foto: Bolko Bouché

Potsdam | Nach Cottbus und Hoppegarten (wir berichteten) trafen sich am 9. Dezember die Potsdamer Verbandsmitglieder zum traditionellen Glühweintrinken. Bei Stollen und reichlich Heißgetränken verbrachten die Gäste im Hause der VCAT Consulting GmbH einen unterhaltsamen Abend. Toll, dass sich auch noch Unternehmer aus anderen Netzwerken dazugesellten – zum Beispiel Antje Senf von den „Potsdamen“ oder die IT-Spezialisten von „Silikon Sanssouci“.

Erfahrungsaustausch „Kombinierte Verkehre“ zieht Bilanz

Bei der Präsentation in Dortmund.

Dortmund/Cottbus | Das ERFA-Projekt Kombinierte Verkehre in der Lausitz hat über zwei Jahre den Dialog zwischen Unternehmen gefördert. In Erfahrungsaustauschgruppen wurden Möglichkeiten untersucht, wie Transporteure, Verlader und produzierende Unternehmen aus Brandenburg, Sachsen den Warentransport auf der Schiene entwickeln können. Sie erstellten einen Maßnahmeplan, und im Ergebnis hat sich das Wirtschaftsverkehrsnetzwerk Lausitz gebildet. Heute ist es die Beratungsplattform für die Themen Wirtschaftsgüterverkehr, ÖPNV und der Wasserstofftechnologie im Verkehr.

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Fachkräftemangel – Thema beim Ostdeutschen Unternehmertag 2020

Dr. Regina Flake. Foto: KOFA

Potsdam | Die Sorge um Fachkräfte in den Unternehmen wird 2020 ein bestimmendes Thema für den UVBB sein. Beim Ostdeutschen Unternehmertag am 26. März 2020 steht es im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionsbeiträge. Zu den Referenten gehört Dr. Regina Flake, Teamleiterin im Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Sie berichtet, dass neun von zehn Unternehmen den Fachkräftemangel bereits spüren, aber nur 43 Prozent der Firmen eine langfristige Personalplanung betreiben.

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Glühweinanstich in Hoppegarten

Hoppegarten | Zum Jahresausklang trafen sich Ostbrandenburger Unternehmer zum Glühweinanstich in der  LAN-COM-East GmbH. Dieses Mal standen nicht nur zwanglose Gespräche bei Knacker, Stolle und Glühwein auf dem Programm, sondern auch fachliche Themen. Als Gastgeber informierte Olaf Binek über den Aufbau breitbandiger Datenverbindung mit Hilfe modernster Richtfunkverbindungen. Otmar Hamp von der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg stellte die Programme seines Hauses für den Sektor Medien und IKT vor. Und UVBB-Vizepräsidentin Ingrid Andres berichtete von aktuellen Projekten unseres Verbandes.

Für alle, die nicht dabei sein konnten: Am 9. Dezember ab 17 Uhr gibt es Glühwein bei der VCAT Consulting in Potsdam.

Russland-Experte stellt einen Politthriller vor

Prof. Alexander Rahr. Foto: Heiko Waber

Berlin| Beim gemeinsamen Netzwerk- und Unternehmertreffen von HDI Global SE mit dem Unternehmerverband Brandenburg-Berlin am 25. November war  Prof. Alexander Rahr zu Gast, der aus seinem neuen Buch „2054 – Putin decodiert“ vorlas. Es gab Gelegenheit für Fragen an den Autor, Gespräche und Kontakte bei Snacks und Getränken, u.a. auch kaukasischem Grappa.

Alexander Rahr, 1959 in Taipeh geboren, ist Osteuropa-Historiker, Politologe, Publizist und einer der führenden deutschen Russlandexperten – jetzt verpackt er sein Wissen in einen mitreißenden Politthriller.

Der Russland-Insider muss seine Quellen schützen, darf vieles offiziell nicht verlautbaren lassen. Doch in diesem brandaktuellen Russland-Krimi kann er manches Geheimnis preisgeben und legt die verborgenen Strukturen der russischen und der internationalen Politik offen.

Wladimir Putins Machtfülle nötigt einigen Bewunderung ab, bei anderen weckt sie Misstrauen und Angst. »Putin-Versteher« ist geradezu ein Schimpfwort. Doch alle Seiten wollen wissen, welche Rolle der russische Präsident tatsächlich im internationalen Geschehen spielt, was Wahrheit, was nur Gerücht ist. Mit diesem brisanten Thriller unternimmt es Alexander Rahr, seine umfassenden Kenntnisse als Russland-Experte in einen politischen Roman zu gießen.

UVBB und TH Brandenburg unterzeichnen Kooperationsvertrag

Prof. Dr. Andreas Wilms (l.) für die THB, Dr. Burkhardt Greiff für den UVBB. Foto: Kevin Schuster

Brandenburg an der Havel | Wettbewerbsfähige Forschung, Technologietransfer und praxisorientierte Lehre sind Gegenstand einer vereinbarten engeren Zusammenarbeit zwischen dem UVBB und der Technisches Hochschule Brandenburg (THB). Dazu haben Dr. Burkhardt Greiff als Präsident des UVBB und Prof. Dr. Andreas Wilms als Präsident der THB am 14.November im Rahmen des Technologie.Transfer.Tags der THB einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Durch die Zusammenarbeit der Vertragspartner soll synergetisches Potenzial zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erschlossen werden“, heißt es im Vertrag. Eine Möglichkeit ist die direkte Vermarktung der Forschungsergebnisse in Form von marktfähigen Produkten, Leistungen und Verfahren.

Der Wissens- und Anwendungsstand in den unterschiedlichsten Fachgebieten sowie die markt- und praxisorientierte Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlern und Ingenieuren sollen verbessert werden. Wo es möglich ist, sollen personelle Kapazitäten, Geräte und Einrichtungen effektiv genutzt werden.

Wieder mehr Optimismus beim Parlamentarischen Abend

Gruppenfoto mit den Präsidenten der Unternehmerverbände und ostdeutschen Bundestagsabgeordneten. Foto: Bolko Bouché

Im Anschluss an Hirtes Redebeitrag begaben sich die Unternehmer in die Workshops zur Mittelstandsfinanzierung sowie Demografie & Fachkräfte. Bundestagsabgeordnete aus den ostdeutschen Ländern gaben Statements ab und stellten sich den Fragen. Zum Beispiel: Ist Deutschland ein kinderfreundliches Land? Jana Schimke (CDU) sagt „ja“ und verweist unter anderem auf die hohe Gründerinnenquote in Mecklenburg-Vorpommern. Hagen Reinhold (FDP), ebenfalls Mecklenburg-Vorkommen sagt „eher nein“ und verweist auf die Kita-Öffnungszeiten, die nun gar „nicht zur Lebenswirklichkeit passen“.

Berlin. Beim Parlamentarischen Abend der Arbeitsgemeinschaft Ostdeuscher Unternehmerverbände am 13. November in der FDP-Bundeszentrale überwogen die optimistischen Töne. So berichtete der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte, dass die Bruttowertschöpfung des Ostens inzwischen 75 Prozent des Westens betrage und es einen Aufholprozess gebe. Auch die Wanderungsbewegung von Ost nach West sei inzwischen gestoppt, hob er in seinem Grußwort hervor.

Vortrag: Sicherheit und Umweltschutz im Flugverkehr

Tower des BER (2012). Von Berihert – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19348956

Teltow | Sicherheit und Umweltschutz im Flugverkehr war das Thema eines Vortrags von Hans Niebergall, Leiter Tower Berlin bei der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS), am 12. November im Industriemuseum. Lothar Starke, Leiter des Arbeitskreises Innovative Technologien im UVBB, berichtet:

Geschichte der Flugsicherung in Deutschland


Für die Flugsicherung in Deutschland ist entsprechend den Regelungen im Grundgesetz und dem Luftverkehrsgesetz die Bundesregierung verantwortlich. Die Durchführung dieser Aufgabe hat die Bundesregierung an die DFS übertragen. 1953 wurde zunächst die Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) gegründet, aus der dann 1993 die DFS hervorging. Dabei wurde auch die überörtliche militärische Flugsicherung in dieses Unternehmen integriert. 1990 wurden die Flugsicherungsdienste der Interflug eingegliedert. 

Alleiniger Gesellschafter und damit Eigentümer der DFS ist die Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaftsrechte werden durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ausgeübt. Die DFS ist verantwortlich für die sichere, geordnete und flüssige Abwicklung des Luftverkehrs in Deutschland.

Das Unternehmen DFS


Die Zentrale der DFS befindet sich in Langen bei Frankfurt, dort befinden sich auch die Akademie, das Systemhaus und das Forschungszentrum. An der Akademie bildet die DFS jährlich zahlreiche Nachwuchskräfte aus und steht mit ihrem Know-how anderen Unternehmen beratend zur Seite. In der „Kaufbeuren ATM Trainings GmbH“erfolgt seit 2017 die Ausbildung von militärischen Fluglotsen. Der Beruf des Fluglotsen ist anspruchsvoll und vielseitig, der Verdienst liegt im oberen Bereich.

Das Unternehmen hat 5.437 Mitarbeiter und realisiert einen Umsatz von 1,2 Mrd € im Jahr 2018. Die Einnahmen erfolgen durch die Flugsicherungsgebühren und durch Dienstleistungen, die vor allem die 15 Tochterunternehmen erbringen. Die DSF ist bundesweit an 16 internationalen Flughäfen und über die Tochterfirma The Tower Company an 10 Regionalflughäfen vertreten. Center-Standorte sind Langen, Bremen, München und Karlsruhe. Die Flugsicherung in den Kontrollzentralen und den Towern gehört zum Kerngeschäft der DFS. Darüber hinaus umfasst das Betätigungsfeld umfangreiche Leistungen im Rahmen der Luftfahrt. So sammelt die DFS flugrelevante Daten und lässt sie in Produkte und Dienstleistungen wie Luftfahrtkarten, Flugberatung sowie die Entwicklung von Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme einfließen.

Geschäftsbereich Center


Die Aufgaben der operativen Flugsicherung sind in der DFS in zwei Bereiche gegliedert: Die Aufgabe des Geschäftsbereiches Center ist es, die Flugzeuge sicher durch den deutschen Luftraum zu führen, das erfolgt in den Center-Standorten. Bei Frankfurt betreibt die DFS die größte Radarkontrollzentrale Europas. Weitere Kontrollzentralen gibt es in Bremen, Karlsruhe und München, und auch aus der Eurocontrol-Zentrale in Maastrich heraus wird deutscher Luftraum kontrolliert (Oberer Luftraum Norddeutschland).

Geschäftsbereich Tower


Der Geschäftsbereich Tower sorgt dafür, dass der Flugverkehr an den deutschen Flughäfen sicher und pünktlich abgewickelt wird. Sie übernehmen den Anflug und den Abflug bis zur Übergabe an das Center für den oberen Luftraum. In Berlin erfolgt das für Tegel durch den dortigen Tower und für Schönefeld durch den neuen Tower BER. Durch von der DFS entwickelte System ist es möglich, die Aufgaben des Tower auch von einem anderen Standort zu übernehmen, das ist für Saarbrücken durch Leipzig bereits realisiert.

Entwicklung des Flugverkehrs


Der Luftverkehr in Deutschland hat sich von 1,98 Millionen kontrollierten Flüge 1994 auf 23,35 Millionen Flüge 2018 entwickelt. Deutschland ist wegen seiner zentralen Lage ein außerordentlich belastetes Land im internationalen Luftverkehr. So registriert das für uns zuständige Center Bremen 1.813 Flugbewegungen pro Tag. Berlin Schönefeld und Tegel realisieren ca. 800 Starts und Landungen pro Tag, in Frankfurt sind es ca. 1400. Die Europäische Kommision hat die Ziele bis 2050 für ein zukünftiges einheitliches Management des Luftverkehrs (ATM-System) wie folgt formuliert:

  • Vervierfachung des Verkehrs
  • Sicherheit um den Faktor 10 erhöhen
  • Umwelteinfluss pro Flugzeug um 10% reduzieren
  • ATM-Kosten um 50% reduzieren

Umweltbelastung durch Fluglärm


Die Reduzierung der Umweltbelastung durch Fluglärm im Umfeld von Flughäfen ist eine komplexe Aufgabe der Hersteller von Flugzeugen und Antrieben, den Flughäfen z.B. durch Rollwege, Betriebszeiten und Gebührengestaltung sowie der Flugsicherung durch Flugrouten, Optimierung der An-und Abflugverfahren und Streckenführung.

Für die Berliner Flughäfen erläuterte Hans Niebergall die vielfältigen Maßnahmen, die besonders in Vorbereitung auf den künftigen Betrieb des BER durchgeführt werden. Dabei ist Reduzierung der Lärmbelastungs durch die An-und Abflugverfahren durch technische Bedingungen begrenzt, die durch den jeweiligen Flugzeugtyp und das Abfluggewicht bestimmt werden.

Umweltbelastung durch CO2


Im Rahmen der Maßnahmen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs und damit des Klimawandelsbesteht das Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2050 um 85 -95% zu senken. Das ist eine außerordentliche Herausforderung für die Luftfahrt, die nur durch ein umfangreiches und komplexes Herangehen gelöst werden kann. Das erfolgt bei den Flugzeugen und bei den Antrieben durch die schrittweise Einführung von Forschungsergebnissen in die Serienproduktion. Seit 15 Jahren bringt das Advisory Council of Aviation Research (ACARE) die führenden Vertreter der europäischen Luftfahrtbranche aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam die Leitlinien der europäischen Luftfahrtforschung zu erarbeiten. Den Vorsitz bei ACARE hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Bereits im März 2011 hatte die Europäische Kommission die Luftfahrtvision „Flightpath 2050″veröffentlicht. Darin enthalten sind zentrale Ziele für die Entwicklung der Luftfahrt in Europa bis Mitte des Jahrhunderts, wichtige Ziele sind folgende Senkung von Emissionen gegenüber 2000:

CO2-Einsparziele


Reduzierung      Ziel bis 2020    Ziel bis 2050
CO2 je Passagier-km    50 %75%
NOx je Passagier-km60%90%
Schallemission50%65%

Die Erreichung dieser Ziele verteilt sich auf die Flugzeuge, die Antriebe und die weltweite Organisation des Flugverkehrs. Diese Ziele sind die Grundlage für die von der EU geförderte Luftfahrtforschung in Europa, die mit der strategischen Agenda SRIA (Research and Innovations Agenda) die Ziele auf dem Weg zum sauberen, leisen , komfortablen und sicheren Flugverkehr vorgibt. Ein Weg zur Senkung von CO2 ist der Einsatz von alternative Treibstoffen.

Synthetisches Kerosin / Wasserstoff


Bei synthetischem Kerosin ist die Forschung bereits bis zu der Stufe einer Produktion in Versuchsanlagen gediehen. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Wasserstoff als Energieträger. Die Entscheidungen über den umfassenden Einsatz dieser Treibstoffe kann jedoch nicht nur unter dem Aspekt der Senkung von CO2 erfolgen, sondern muss auch alle übrigen wirtschaftlichen und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigen.