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Nr. 2/2026 Mittelstandsfinanzierung und Transformation

Die 2. Ausgabe des Ostdeutschen Wirtschaftsmagazins NUVO in 2026 zum Fokusthema „Mittelstandsfinanzierung und Transformation“. Erschienen im August.

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Industriemuseum: Erforschung der Windverhältnisse zur Planung von Windparks

Am Fraunhofer-Institut für Windkraftsysteme IWES in Bremerhaven forscht man an der Optimierung der Windenergie- und Wasserstofftechnologien.
Mehr als 400 Mitarbeitende an neun Standorten entwickeln innovative Methoden, um den Ausbau der Windenergie- und Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen, die Risiken zu minimieren und die Kosteneffizienz zu steigern.
Bei der Planung von Windparks ist eine entscheidende Voraussetzung die Kenntnis über die
Windverhältnisse am geplanten Standort.
Das Fraunhofer- Institut für Windkraftsysteme setzt für die Standortbewertung mit der Dual-Doppler Wind-Radar-Technologie eine neue Messtechnik ein, die entscheidende Daten zur Standortbewertung und Optimierung von Windparks liefern kann.
Das Radarsystem kann sowohl in der Planungsphase als auch parallel zum Betrieb eingesetzt werden.
Das sogenannte Dual-Doppler Wind-Radar, bestehend aus zwei synchron arbeitenden Radaranlagen, wurde in der Nähe des DLR- Forschungswindparks WiValdi im Landkreis Stade errichtet und liefert seit Anfang Juni erstmals Messdaten. Es ermöglicht dreidimensionale Wildfeldmessungen in bislang unerreichter Entfernung und Auflösung.
Das Radarsystem wurde von der Firma SmartWind Technologies aus Texas, USA, entwickelt und gebaut.
Im Rahmen des Projekts „Windpark Radar“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, wird das Radarsystem vom Fraunhofer IWES in Zusammenarbeit mit ForWind an der Carl von Ossietzki Universität Oldenburg erstmals eingehend wissenschaftlich validiert.
Das Ziel ist es, diese grundlegend neue Technologie für Windfeldmessungen für die Windindustrie nutzbar zu machen und langfristig als Dienstleistung für Planer und Betreiber anzubieten.
Das Projekt hat das Potential, das Verständnis der Windströmungen in und um Windparks grundsätzlich zu revolutionieren.

Das Dual Doppler Wind-Radarsystem
Das Wind-Radarsystem basiert auf dem Dual-Doppler-Prinzip. Zwei Radarstationen, jeweils ausgestattet mit einer vier Meter großen Radarschüssel, senden elektromagnetische Impulse, welche an den Partikeln der Luft reflektiert werden. Die gewonnenen Daten liefern u.a. Erkenntnisse zur Lastverteilung auf Windturbinen. Des Weiteren können Turbulenzen und Nachlaufeffekte vermessen und bestimmt werden.
Das System misst Windverhältnisse über eine Fläche von mehr als 1000 Quadratkilometern und bietet eine einzigartige Informationsbasis für die Anwender.
Es erfasst alle zwei Minuten mehrere Millionen Windmessungen mit einer Reichweite von 35 Kilometern und reicht durch die atmosphärische Höhe in der Windanlagen operieren und darüber hinaus.
Damit hat diese Messtechnik das Potential Investitionsrisiken zu senken und die Leistungskurven aller Windturbinen im Windpark gleichzeitig zu bestimmen.

Neben dem Wind-Radarsystem wurden weitere Instrumente installiert, wie ein Lidar-Messgerät und ein Distrometer zur Messung der Regenintensität und Regentropfengröße.

Quelle: Fraunhofer IWES

Lothar Starke
Vorsitzender
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Neues aus dem Informationszentrum Berufs – und Studienorientierung

Das Schuljahr ist vorbei – eine Bilanz

Die Sommerferien haben für die Schüler begonnen und alle erholen sich auf verschiedenste Art und Weise vom Schulalltag. Damit können wir Bilanz ziehen. Das Informationszentrum Berufs- und Studienorientierung (IZB) beim Industriemuseum Teltow kann wieder auf ein erfolgreiches Schuljahr zurückblicken. Wir hatten fast 1050 Kinder und Jugendliche von Klasse 3 bis zum Azubi im Museum.

Dort wurde lehrplanbezogen sowohl die Entwicklung der industriellen Revolution ab dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart erarbeitet als auch ganz konkret die Geschichte der Kommunikationstechnik oder des Teltowkanals erforscht. Noch interessanter ist für die Jugendlichen die Programmierung eines kleinen Roboters oder einer Ampelschaltung oder der 3D-Druck. Selbermachen bringt die besten Erkenntnisse. Macht man einen Fehler, muss man ihn korrigieren, damit das gesteckte Ziel erreicht werden kann. Natürlich ist die Anschauung funktionierender Dampfmaschinenmodelle auch eine gute Anregung zum Basteln!

Die Klassen kamen von 28 Schulen aus Teltow, Kleinmachnow, Großbeeren, Potsdam, Berlin, Wünsdorf, Dahme/Mark und Eisenhüttenstadt.

Gleichzeitig hat das IZB für das Weinberg Gymnasium Kleinmachnow eine Studienorientierungswoche für die 11. Klassen organisiert. Dabei werden die verschiedensten Möglichkeiten nach dem Abitur von Vertretern der Hochschulen, Ingenieurberufen, der Arbeitsagentur, der Handwerkskammer, der Bundeswehr und der Polizei sowie das Freiwillige Soziale Jahr vorgestellt. An drei Tagen gehen die Jugendlichen in die Universitäten, Hochschulen und Unternehmen, um konkret Einsicht in die Möglichkeiten zu nehmen. Diese Studienorientierungswoche organisiert das IZB seit 2010.

Für die Zille-Grundschule Stahnsdorf wurde für die ca. 100 Kinder der 5. Klassen – wie seit 2009 jedes Jahr – ein „Tag zum Berufe kennenlernen“ organisiert. In kleinen Gruppen besuchten die Schülerinnen und Schüler 12 Unternehmen und Einrichtungen – vom Bürgermeister, über Feuerwehr, Pflegedienst, Vermesser, Elektrobetrieb, Baustelle, Immobilienbüro bis Schneider und Bäcker. Arbeitsinhalte, Anforderungen und Arbeitsbedingungen konnten am konkreten Beispiel erfahren und im WAT-Unterricht ausgewertet werden.

In Unternehmen gehen auch andere Fünftklässler. Die beiden 5. Klassen der Grundschule „Am Seeberg“ in Kleinmachnow besuchten in diesem Jahr E.DIS in der Oderstraße in Teltow und den benachbarten Marktkauf, in dem sie richtig aktiv werden konnten. Für die vier 5. Klassen der Stubenrauch-Grundschule Teltow holt das IZB jedes Jahr Einrichtungen und Firmen ins Industriemuseum. In diesem Jahr haben die Holzwerkstatt Potsdam, MWA Kleinmachnow, die Feuerwehr und die Polizei Teltow sowie die Stadtverwaltung Teltow und ihr Eigenbetrieb „MenschensKinder“ den Schülerinnen und Schülern erläutert, was und wie bei ihnen gearbeitet wird. Das ist in jedem Jahr sehr gefragt, weil die Kinder Teile der Uniform anziehen dürfen, genau sehen was die Polizisten und Feuerwehrleute alles für ihre Arbeit brauchen. In der Werkstatt dürfen sie unter Aufsicht hobeln, sägen und feilen.

Die 5. Klasse der Grundschule „Am Röthepfuhl“ in Ruhlsdorf geht an drei Tagen in Unternehmen, um Berufe kennenzulernen. Seit 2012 organisiert das IZB diese Aktionstage. Im Februar 2026 wurden die Kinder von einem Vertreter von „LandAktiv“ aus Seddiner See altersgerecht und mit viel spielerischer Freude mit den „Grünen Berufen“ vertraut gemacht. An den nachfolgenden Tagen besuchten wir die Schleifenmanufaktur Stange Berlin, Gottlieb Tesch Kanal- und Rohrleitungsbau, Günter Papenburg Steuerungs- und Anlagenbau sowie Kältetechnik Richter & Scholz. Alles Betriebe in der Umgebung der Schule. Das ist eine gute praktische Ergänzung des WAT-Unterrichts.

Auch die beiden 5. Klassen der Eigenherd Grundschule Kleinmachnow sollen durch unsere Vorbereitung Berufe in der Region kennenlernen. In diesem Jahr haben wir benachbarte Bootsbaufirmen mit Angeboten im Museum verbunden. Die Teltower Polizei und SPITZKE aus Großbeeren haben im Museum die Schüler informiert. Der andere Teil der Klasse besuchte „Norman Bootsbau“ bzw. „Mein Hausboot Teltow“, wo sie das Entstehen eines Bootes, die notwendigen Arbeiten daran sowie die Vielfalt der beruflichen Anforderungen erleben konnten.

Seit Jahren organisiert das IZB für die Evangelische Gesamtschule Kleinmachnow eine Praktikumsmesse für die 8. und 10. Klassen. 16 Unternehmen und Einrichtungen stellten sich den Schülern vor, in denen sie ein Praktikum absolvieren können.

Für das Marie-Curie-Gymnasium Ludwigsfelde bereiten wir ebenfalls einen Berufetag in der Schule vor, an dem 17 Unternehmen und Behörden den Schülern der 9. Klassen ihre Ausbildungsberufe vorstellten, um Einblicke in die beruflichen Möglichkeiten in der Region zu erhalten.

Am „Markt der Berufe“ der Biesalski-Schule Berlin-Zehlendorf, einem Förderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung, hat das IZB mit einem Stand teilgenommen. Dadurch ist ein neuer Kooperationsvertrag zwischen der Schule und dem IZB zustande gekommen, der sofort mit Leben gefüllt wurde.

Überhaupt haben wir eine enge Zusammenarbeit mit Förderschulen mit Schwerpunkt „Lernen“ – in Potsdam und Kleinmachnow – sowie mit der Eschke-Schule für Gehörlose in Berlin. Hierbei steht praktisches Arbeiten im Mittelpunkt. Die „Eschke.-Schüler“ haben beispielsweise eine Verkehrsampel programmiert und sich an 3D-Druckerstiften versucht.

Mit den Schülern der 8. Klasse der Förderschule Kleinmachnow waren wir in Vorbereitung auf das spätere Praktikum im Tiefbauunternehmen Gottlieb Tesch und bei Selgros in Stahnsdorf sowie bei der Kältetechnik Richter & Scholz und der Union Sozialer Einrichtungen (USE) in Teltow.

In diesem Jahr haben sechs Schüler der 9. und 10. Klassen beim IZB ihr Schülerbetriebspraktikum absolviert. Sie kamen von der Grace-Hopper-Gesamtschule Teltow, der W.-von-Steuben-Gesamtschule Potsdam, dem Weinberg Gymnasium Kleinmachnow und dem Bertha-v.- Suttner-Gymnasium Potsdam.

Mit all diesen Aktivitäten des IZB konnten in diesem Schuljahr 2123 Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Die Projekttage im Museum, die Messen in den Schulen und die Exkursionen in Firmen und Einrichtungen der Region können nicht nur durch die zwei MitarbeiterInnen des IZB, die alles organisieren, abgedeckt werden. Dazu haben wir inzwischen einen Stamm von 14 ehrenamtlich Mitarbeitenden aufbauen können, die mit viel Engagement an einer praxisorientierten, naturwissenschaftlich-technischen Bildung der Kinder und Jugendlichen arbeiten. Dabei geht es auch um die Anwendung des in der Schule gelernten theoretischen Wissens. Sie versuchen das Interesse an neuen technischen Entwicklungen zu wecken, über die damit verbundenen Berufe zu informieren sowie anzuregen, KI kritisch zu hinterfragen.

Dafür gilt ihnen unser herzlicher Dank und auch die Anerkennung durch die Lehrer, die die Klassen zu uns begleiten.

Ein ebenso großes Dankeschön richten wir an all die Unternehmen, Behörden und Einrichtungen, die das IZB bei der beruflichen Orientierung der Kinder in der 5. Klasse, der Jugendlichen der 8. und 10. Klassen in Vorbereitung auf Praktikum oder Berufsausbildung sowie die 11. Klassen bei der Studienorientierung unterstützen. Ohne sie wäre die Arbeit des IZB nur halb so interessant und wirkungsvoll.

Auch in den Sommerferien wollen wir den Kindern die Möglichkeit zum Basteln geben: jeden Mittwoch in der Zeit von 9.00 – 12.00 halten wir Bastel-Sets bereit.

Dr. Inge Retzke

Lothar Starke
Vorsitzender
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Foto: Industriemuseum Region Teltow

Ostdeutscher Unternehmertag am 08.09.26

Liebe Mitglieder,

am 8. September 2026 kommt die ostdeutsche Wirtschaft erneut in Potsdam zusammen. Der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin lädt Sie herzlich zum 8. Ostdeutschen Unternehmertag im Kongresshotel Potsdam ein.

Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat der brandenburgischen Wirtschaft. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden Fachkräfte aus, treiben Innovationen voran und sichern die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen. Umso wichtiger ist es, dass ihre Perspektiven im Austausch über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Ostdeutschland eine zentrale Rolle spielen.

Der Ostdeutsche Unternehmertag bringt seit vielen Jahren Unternehmerinnen und Unternehmer, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen. Ziel ist es, über die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands, die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen und die Zukunftsfähigkeit des Mittelstands zu diskutieren.

Unter dem diesjährigen Leitthema „Transformation – Herausforderungen und Chancen für den Mittelstand“ stehen die großen Zukunftsfragen der ostdeutschen Wirtschaft im Mittelpunkt. In verschiedenen Fachforen diskutieren wir Themen, die kleine und mittlere Unternehmen heute und in den kommenden Jahren unmittelbar betreffen:

„Innovatives Bauen – effizient und trotzdem nachhaltig“
Wie können Innovation, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Bauen miteinander verbunden werden? Das Forum bringt Unternehmen und Akteure aus den Bereichen Green Building, innovative Baustoffe und nachhaltige Technologien zusammen.

„Herausforderung Transformation im Mittelstand – wer bezahlt das alles?“
Investitionen in neue Technologien, Digitalisierung, Energieeffizienz und moderne Produktionsprozesse sind für viele Unternehmen notwendig, müssen aber auch finanziert werden. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Banken, Förderinstituten und Wirtschaft diskutieren wir über Finanzierungsmöglichkeiten und die notwendigen Rahmenbedingungen für Investitionen im Mittelstand.

„Zukunft der Arbeit – Alles nur noch KI … und wo bleibt der Mensch?“
Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsprozesse, Berufsbilder und Anforderungen an Beschäftigte. Das Forum beschäftigt sich mit der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt und der Frage, wie Unternehmen die Chancen neuer Technologien nutzen können, ohne den Faktor Mensch aus dem Blick zu verlieren.

Zum Abschluss richten wir den Blick auf die wirtschaftliche Transformation Ostdeutschlands insgesamt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmertum, Wissenschaft, Politik und Transformationsregionen wollen wir diskutieren, wie der Wandel erfolgreich gestaltet werden kann, welche Rahmenbedingungen der Mittelstand dafür benötigt und welche Chancen sich für Unternehmen und Regionen ergeben.

Eröffnet wird der Ostdeutsche Unternehmertag unter anderem von Brandenburgs Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke und Frau Staatsministerin Elisabeth Kaiser, Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland. Darüber hinaus erwarten wir zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Verbänden, Wirtschaftsförderung und Wissenschaft.

Der Ostdeutsche Unternehmertag bietet Ihnen die Gelegenheit, sich über aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen zu informieren, konkrete Impulse für Ihr Unternehmen mitzunehmen und mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Entscheidern aus Politik und Wirtschaft direkt ins Gespräch zu kommen.

8. Ostdeutscher Unternehmertag
8. September 2026 | 10:00 bis 17:30 Uhr
Kongresshotel Potsdam, Am Luftschiffhafen 1, 14471 Potsdam

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Wir würden uns sehr freuen, zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen aus Brandenburg und Berlin am 8. September in Potsdam begrüßen zu dürfen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Perspektive als Unternehmerin oder Unternehmer einzubringen und gemeinsam mit uns über die Zukunft des ostdeutschen Mittelstands zu diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen

Steffi Neumann
Projektleitung

Foto und Text: comprend GmbH

Industriemuseum: Infineon nimmt neue Fabrik in Dresden in Betrieb

Der Bau der Smart Power Fab ist die Antwort von Infineon auf zwei große gesellschaftliche Herausforderungen: Die Digitalisierung und Dekarbonisierung. Beide Trends werden den Bedarf an Chips weltweit erheblich steigen lassen.
Mit innovativen Halbleiterlösungen – entwickelt und hergestellt in Dresden – will Infineon die Transformation hin zu einer klimaneutralen und digitalen Welt unterstützen.
Mit Investitionskosten von fünf Milliarden Euro ist sie die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte.

In der neuen Fabrik entstehen Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern. Infineon verdoppelt mit dem neuen Werk seine Produktionskapazitäten in Dresden und schafft nach eigenen Angaben rund 1.000 neue Arbeitsplätze.
Dresden bildet seit Jahrzehnten das Zentrum im größten Mikroelektronik.Cluster Europas, dem Silikon Saxony.
Es ist die Eröffnung der zweiten großen Fabrik für Leistungs-Halbleiter nach dem Werk von Bosch in Dresden.
Bundeskanzler Friedrich Merz sprach bei der Eröffnung von einem starken Signal für den Industriestandort Deutschland und Europa.

Die Dimensionen der Fabrik:
* 29.000 Quadratmeter Grundfläche
* 150.000 Kubikmeter Transportbeton
* 25.000 Tonnen Bewehrungsstahl
* 2.600 Bauleute.

Das Werkgebäude ragt über 40 Meter in die Höhe und 22 Meter tief in den Boden. Der Reinraum hat auf zwei Etagen eine Fläche von etwa drei Fußballfeldern.
Das Werk ging drei Monate früher als geplant in Betrieb.

Der Einsatz der Leistungshalbleiter
Ihr Einsatz erfolgt bei Windkraft- und Solaranlagen, der Elektromobilität, Rechenzentren und Industrieanlagen.
Künstliche Intelligenz KI liefert mittlerweile beeindruckende Ergebnisse: Sie kann Aufgaben ausführen, die menschliche Intelligenz erfordern. Ki lernt dabei kontinuierlich mit und trifft logische Entscheidungen.
Die zunehmende Nachfrage nach intelligenten Assistenten lässt den Leistungsbedarf in den weltweiten Rechenzentren steigen. Um den Stromverbrauch zu senken dienen die in Dresden entwickelten Halbleiterlösungen. Sie optimieren den Stromverbrauch, indem sie elektronische Lasten dynamisch anpassen, äußerst effizient schalten und Ausfallzeiten in Rechenzentren verringern. Das Ergebnis ist eine deutlich bessere Energieeffizienz und eine höhere Leistungsfähigkeit der Technologien.

Nachhaltigkeit der Produktionskapazitäten
Infineon hat bereits wichtige Schritte zur CO2-Neutralität der Produktion unternommen. Das schließt die bestehenden Gebäude und Produktionsanlagen in Dresden ebenso ein wie den Neubau der Smart Power Fab.
Dank intelligenter Lösungen senkte der Dresdner Standort von Infineon bereits in den vergangenen Jahren seinen Stromverbrauch um rund zehn Prozent und den Verbrauch von Heizwärme sogar um über 60 Prozent.
Das ist nur der Anfang: In den kommenden Jahren erwartet Infineon deutliche Einsparungen bei Anlagen für Druckluft, Klima sowie bei Wasseraufbereitung und Heizung.
Die Smart Power Fab wird neue Maßstäbe setzen in Bezug auf den Verbrauch wichtiger Ressourcen wie Energie und Wasser.
Die Investition in Dresden ist Teil der Strategie von Infineon, bis zum Jahr 2030 CO2- neutral zu werden.

Quelle: Infineon

Lothar Starke
Vorsitzender
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Industriemuseum: Mercedes startet Serienproduktion des Axialflussmotors in Berlin-Marienfelde

Mercedes – Benz hat in seinem Werk in Berlin-Marienfelde die Großserienproduktion seines neuen elektrischen Axialflussmotors gestartet. Der kompakte Hochleistungs-E-Antrieb liefert extreme Leistung und erfordert neue Fertigungsprozesse.
Der britische Spezialist für Elektromotoren Yasa hat das Prinzip des Axialflussmotors aufgegriffen und einen Prototypen entwickelt, auf dem der heutige Motor beruht. Seit der Übernahme von Yasa als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Mercedes-Benz AG im Jahr 2021 haben die Stuttgarter die Technologie weiterentwickelt.
Das betrifft sowohl das Produkt selbst als auch den Produktionsprozess, um beide an die Anforderungen der automobilen Großserienproduktion, Hochleistung und Dauerbelastung anzupassen. Ein Beispiel: Der Axialflussmotor an der Vorderachse erreicht Drehzahlen von mehr als 15.000 Umdrehungen pro Minute.

Das Prinzip des Axialflussmotors
Der Motor ist extrem kompakt gebaut, liefert aber eine radikal hohe Leistungsdichte, die sich unmittelbar und brachial entfaltet. Mercedes schwärmt in einer Pressemitteilung vom „V8 des Elektrozeitalters“. Bei einem Drittel Bauraum, einem Drittel Gewicht und einer dreifachen Leistungsausbeute ist er dem konventionellen Radialflussmotor deutlich überlegen.
Da die Magnetfeldrichtung parallel zur Motorwelle verläuft, ist der magnetische Flussweg kürzer, was zu einer besseren Ausnutzung des Magnetfelds führt.
Ein Hauptgrund ist eine bessere Kühlung. Eine nicht leitende Flüssigkeit umspült direkt die Kupferspulen, damit können diese wirksamer gekühlt werden.

Die Herausforderungen bei dem Produktionsprozess
Die Großserienproduktion des Axialflussmotors in Berlin-Marienfelde stellt hohe Anforderungen an Präzision, Prozesssicherheit und Automatisierung. Das erfordert Fertigungsverfahren, die eigens neu entwickelt und für die Großserie industrialisiert wurden.
Das betrifft die Produktion des Stators, für den rechteckiger Kupferdraht verwendet wird, der bei der Fertigung nicht verkanten darf. Auch die Verschaltung der Spulenpakete im Stator ist technologisch anspruchsvoll. Die Lösung ist eine hochpräzise Laserverbindung der Kupferdrähte.
Eine weitere technologische Herausforderung ist das Polymerschweißen per Laser.

Eine KI-gestützte Echtzeit- Qualitätskontrolle dokumentiert die Verbindungen unmittelbar und unterstützt so die Prozesssicherheit.

Besonders eindrucksvoll ist die Endmontage. Dabei wird der Stator zwischen zwei Rotorscheiben mit Magneten positioniert und fest verbunden. Auf die Komponenten wirken dabei magnetische Kräfte von bis zu 9 kN, das entspricht rund 900 kG. Gleichzeitig muss der Stator mit einer Toleranz von weniger als 0,1 mm in der magnetischen Mittelebene bleiben.

Ein Motor für Dauerleistungen und Rekorde
Welche Leistungspotential in dieser Technologie steckt, wird bei den Werten des neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupe deutlich: Es beschleunigt in nur 2,1 s von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h.
In 13 Stunden absolvierte das Auto mehr als 40.000 km und stellte 25 Langstreckenrekorde auf. Dazu gehört einer über 10.000 km in 44 Stunden – pro Tag wurden durchschnittlich 5.300 km zurückgelegt. Eine Erdumrundung (Äquatorstrecke) gelang in etwas mehr als 7,5 Tage.

Quelle: Mercedes-Benz

Lothar Starke
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Industriemuseum: Automatischer Zug

Siemens Mobility testet automatisierten Zugbetrieb (ATO) in Finnland

European Train Control System (ETCS)
Die Digitalisierung ist die Grundlage für die Bahn zur Steigerung der Effizienz, der Gewährleistung einer hohen Sicherheit und der Erhöhung der Durchlassfähigkeit der Strecken.
Ein zentrales Element für die Digitalisierung der Bahn ist das System ETCS (European Train Control System).
Ab Ende der 1990er Jahre wurde ETCS in der Praxis erprobt und in den 2000er Jahren wurden zunehmend kommerzielle Projekte in Betrieb genommen.
Seit 2002 ist der Einsatz von ETCS für neue transeuropäische Hochgeschwindigkeitsstrecken durch EU-Recht vorgeschrieben, seit 2006 auch für Ausbaustrecken.

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Foto: Industriemuseum Region Teltow e.V.
Text: Lothar Starke

PM: EXPO 2035 BERLIN-BRANDENBURG: Chancen auf ein Jahrhundertprojekt?

Presse-Einladung

Wirtschafts- und Zukunftsdialog, 06. Juli 2026, 18:30 Uhr im Club Goerzwerk

Seit wenigen Wochen ist es spruchreif: Berlin und Brandenburg prüfen eine gemeinsame Bewerbung für die World Expo 2035. Ein Schulterschluss dieser Größenordnung wäre für die Metropolregion beispielgebend und könnte zu einem bedeutenden Zukunftsprojekt werden.

In dieser frühen Phase ist es uns gelungen, Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft beider Bundesländer zu gewinnen um sich über Perspektiven und Potenziale einer EXPO Bewerbung auszutauschen.

Im Mittelpunkt unseres Wirtschafts- und Zukunftsdialogs wollen wir vor allem folgender Frage auf den Grund gehen: Wie kann aus der gemeinsamen Vision ein Projekt von nationaler und internationaler Strahlkraft entstehen?

Auf dem Podium diskutieren:
– Henning Wehmeyer, Geschäftsführer EXPO 2035 GmbH
– Christian Hentschel, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld
– Dr. Burkhardt Greiff, Präsident UVBB
– Sebastian Stietzel, Präsident IHK Berlin
– Ina Hänsel, Präsidentin IHK Potsdam

Wir laden Sie herzlich dazu ein, exklusive Einblicke rund um die EXPO-Bewerbung zu gewinnen und mit den anwesenden Akteuren über die realistischen Chancen einer Weltausstellung in Berlin-Brandenburg ins Gespräch zu kommen.

Ansprechpartnerin:
Anusch Guyenz
Kommunikation & Marketing
Goerzwerk GmbH & Co.KG
Goerzallee 299, 14167 Berlin

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung über folgende Email: presse@goerzwerk.de

Veranstalter/Partner:
EXPO 2035 GmbH
Global Goals e.V.
Unternehmerverband Brandenburg-Berlin  e.V.
Goerzallee e.V.
Goerzwerk GmbH & Co. KG
The Alternative Board Berlin-Brandenburg

Als PDF

Foto: pixabay

EXPO 2035 BERLIN-BRANDENBURG

EXPO 2035 BERLIN-BRANDENBURG
Die Weltausstellung – ein gemeinsames Jahrhundertprojekt

Einladung zum Wirtschafts- und Zukunftsdialog der Metropolregion

Berlin und Brandenburg stehen vor einer wegweisenden Chance: Mit einer potenziellen Bewerbung um die Weltausstellung im Jahr 2035 (World Expo 2035) kann sich die Metropolregion Berlin-Brandenburg international als Modellstandort für Wirtschaft, Forschung, Innovation, Nachhaltigkeit, Mobilität und gesellschaftliche Entwicklung positionieren.

Unser Wirtschafts- und Zukunftsdialog bringt Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um Potenziale, Perspektiven und Chancen einer EXPO in Berlin und Brandenburg zu diskutieren.

Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen

  • Warum braucht Berlin-Brandenburg eine Weltausstellung?
  • Welchen Mehrwert schafft die EXPO für Wirtschaft, Infrastruktur und
    Gesellschaft?
  • Welche Zukunftsthemen, Ideen und Leitprojekte sollten Teil der Bewerbung
    sein?
  • Wie kann die EXPO 2035 Berlin-Brandenburg zum Motor für internationale
    Sichtbarkeit, Investitionen und nachhaltiges Wachstum werden?

Weiter zur Einladung

Foto: Copyright EXPO 2035 Berlin GmbH

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SIGNAL IDUNA Gruppe
Gebietsdirektion Berlin
Bismarckstr.101
10625 Berlin
Mail: gd.berlin@signal-iduna.de

Beim Unternehmerfrühstück am 17. März 2026 im Verbandsbezirk Südbrandenburg stand auch das Thema „Cyberschutz“ und „Betriebliche Krankenversicherung“ auf der Tagesordnung.
Als Referenten standen Carsten Poetzsch und Volker Sagitz von der Generalagentur der SIGNAL IDUNA Gruppe zur Verfügung.

Betriebliche Krankenversicherung

Cyberschutz

Imagefilm

Foto und Text: SIGNAL IDUNA