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PM: Fachkräfte selbst qualifizieren und ans Unternehmen binden – in Ostdeutschland unverzichtbar

Beim 4. Ostdeutschen Unternehmertag im September stehen verschiedene Wege aus dem Fachkräftedilemma im Fokus

Der Fachkräftemangel ist eklatant und bremst in der jetzigen Krisensituation gerade die mittelständischen Unternehmen in den ostdeutschen Bundesändern aus. Um auf so unterschiedliche Herausforderungen wie unterbrochene Lieferketten, extrem gestiegene Energiepreise und komplizierter werdende Versorgung mit Rohstoffen und Zulieferungen in Folge des Ukrainekrieges möglichst wirksam reagieren zu können, brauchen die ostdeutschen Unternehmen kompetente und stabile Belegschaften. „Bei vielen ostdeutschen Mittelständlern gehen jetzt wichtige Leistungsträger in Rente“, erklärt Dr. Burkhardt Greiff, Präsident des Unternehmerverbandes Brandenburg-Berlin. „Auch zahlreiche Firmeninhaber suchen für sich selbst geeigneten Nachwuchs, um die Zukunft ihrer Unternehmen zu sichern. Die Fachkräftelücke ist oft existenzbedrohend, wir brauchen dringend Lösungen!“ Beim 4. Ostdeutschen Unternehmertag am 8. September 2022 in Potsdam wird dieses Thema im Fokus stehen:

Fachkräftemangel trotz Digitalisierung und Corona-Pandemie – Wie ostdeutsche Unternehmen passende Mitarbeiter finden und binden.

Partner des Unternehmertages ist das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Es registriert eine sich ständig verschärfende Situation: Die Zahl arbeitsloser Fachkräfte mit einer formalen Qualifikation oder einem Studium ist bereits zum Jahresende 2021 auf unter eine Million, dem Stand vor der Corona-Pandemie, gesunken. Alle Berufsbereiche sind betroffen. Bei so gefragten Kompetenzen wie Informatik/ IT bedroht die Fachkräftelücke direkt die dringend notwendige Digitalisierung in den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Auch für den Umstieg auf ein klimaverträglicheres Wirtschaften durch erneuerbare Energien und nachhaltige Geschäftsmodelle brauchen die Unternehmen Fachkräfte. Um diese Lücke zu schließen, entwickelt das KOFA verschiedene Handlungsempfehlungen. Ein Beispiel ist die Teilqualifizierung von Geringqualifizierten. Dieses Modell führt nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in 72 Prozent der Fälle zu einem erfolgreichen Jobeinstieg. Seit 2010 hat sich die Anzahl der Teilqualifizierungen bundesweit verfünffacht, auf 15.000 im Jahr 2020. Im Vergleich zu Umschulungen liegt sie trotzdem weit zurück. Zu Unrecht, wie die KOFA-Experten meinen. Denn keine andere Weiterbildungsmaßnahme hat eine bessere Kosten-Nutzen-Bilanz. Die Unternehmen profitieren von der Möglichkeit, durch schrittweise Qualifizierung an- und ungelernte Mitarbeiter zu Fachkräften zu entwickeln oder als neue Mitarbeiter zu gewinnen. Die im Modell Teilqualifizierung nach dem Baukastenprinzip Ausgebildeten erwerben berufliche Kompetenzen und können im besten Fall einen Berufsabschluss nachholen.

„Um die Fachkräftelücke zu schließen, brauchen wir verschiedene Lösungsansätze, die Qualifizierung im Unternehmen gehört unbedingt dazu“, bekräftigt Dr. Greiff, der als Sprecher die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin vertritt. „Natürlich geht es auch um Weichenstellungen der Politik, um die bessere Vorbereitung in der Schule und den Blick für die kleinteiligen Wirtschaftsstrukturen in Ostdeutschland. Alle diese Probleme werden wir beim 4. Ostdeutschen Unternehmertag auf den Tisch legen.“

Es gibt ein hochkarätig besetztes Vortragsprogramm und Diskussionsrunden mit namhaften Politikern, Experten und Unternehmensvertretern. Erwartet werden Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Staatsminister Karsten Schneider, sowie der Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Dr. Rolf Schmachtenberg. Dirk Werner, Leiter des KOFA, wird zum Auftakt die Fachkräftesituation, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die Unternehmen darstellen. Ramona Schröder, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, widmet sich in ihrer Keynote der Situation im Wirtschaftsraum der Hauptstadtregion. In Foren, an denen u. a. der brandenburgische Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Brandenburg, Tillmann Stenger, Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, und Prof. Dr.-Ing. Michael Hübner, Vizepräsident der BTU Cottbus-Senftenberg, teilnehmen, wird dies vertieft und über Auswege debattiert. Eine Ausstellung mit Best-Practice-Beispielen begleitet den Ostdeutschen Unternehmertag.

Veranstalter ist die comprend GmbH, Mitveranstalter sind der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. und die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin. Die IKK classic, die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und die SIGNAL IDUNA engagieren sich als Leading Partner.

Unterstützer sind der Unternehmerverband Sachsen, das Innovationsforum Ost, SIBB, IBWF – Das Netzwerk für Mittelstandsberater, media:net, der Handwerkskammertag Land Brandenburg, die Brandenburgische Ingenieurkammer(BBIK), INFRANEU und BNI. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ist Schirmherr.

Der 4. Ostdeutsche Unternehmertag findet am 8. September 2022 von 10 bis 18 Uhr im Kongresshotel am Templiner See in Potsdam statt.

Kontakt:
Michael Schulze
Geschäftsführer comprend GmbH
Tel. +49 331 58115800
mobil: +49 152 31061207
E-Mail: michael.schulze@comprend.de
www.ostdeutscher-unternehmertag.de

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Foto: pixabay

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