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Der UVBB auf der Handwerkermesse 2026 in Cottbus

Besondere Tradition haben unsere Messeauftritte zu den Handwerkermessen in Cottbus erlangt. Zur Handwerker 2026 am 24. und 25. Januar 2026 waren wir traditionell wieder mit einem Stand vertreten. Damit war der Unternehmerverband einer von insgesamt 157 Aussteller, darunter 81 Handwerksbetriebe aus 34 verschiedenen Gewerken und Branchen. Das Besondere, mit unserem Stand präsentierten wir in diesem Jahr die Kooperation mit dem UV Sachsen und der Wirtschaftsinitiative Lausitz (WIL). Vertreter am Stand waren Dr. Greiff, Präsident des UVBB, Roland Peine, Vizepräsident, Heike Kneiss, Ivo Fuchs, Horst Böschow und Andreas Elsner. Am ersten Tag konnten wir auch Wieclaw Ocytko, Mitglied des Präsidiums unseres polnischen Partnerverbandes OPZL, begrüßen.

Wir stellten in diesem Jahr die Ausweisung der Lausitz als Europas erstes Nero Zet Valley in den Mittelpunt der Präsentation am Messestand. Die gute Resonanz und die zahlreichen Gespräche bestätigten den hohen Stellenwert unseres Auftritts auf der HANDWERKER. An beiden Messetagen war reger Betrieb in den Hallen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, direkt mit uns ins Gespräch zu kommen hinterfragten die Rolle des UVBB. Damit wurde aus unserer Sicht der Anspruch der Messe erfüllt.

Wir haben als einziger Unternehmerverband Aufmerksamkeit erzeugt und gezeigt, wir sind dort wo sich der Klein- und Mittelstand trifft. Alles in allem war die Anwesenheit des UVBB mit dem gemeinsamen Auftritt von UVS und WIL ein starkes Signal für unsere regionale Vernetzung.

Foto und Text: UVBB, VB Südbrandenburg

Bild – v.l.n.r.: Jens Krause, Horst Böschow, Wieslaw Ocytko, Heike Kneiss, Roland Peine, Dr. Burkhardt Greiff

Industriemuseum: Siemens Energy investiert 220 Millionen Euro in die Fertigung von Transformatoren

Transformatoren befinden sich an fast allen Knotenpunkten des Stromnetzes, um verschiedene Spannungsebenen zu verbinden und so Strom über lange Distanzen hinweg transportieren zu können.
Siemens Energy stellt Hochleistungstransformatoren für die Energiewende her, darunter den weltweit ersten 1.100 – HGÜ-Transformator für die Anbindung Chinas an das Stromnetz.
Das Unternehmen ist ein wichtiger Akteur in der Energieverteilung und setzt auf Nachhaltigkeit durch die Nutzung von recyceltem Kupfer und anderen umweltfreundlichen Materialien.
Das Nürnberger Werk ist dabei ein zentraler Standort für die Fertigung dieser komplexen und technisch anspruchsvollen Komponenten.

Die bei Siemens Energy in Nürnberg gefertigten Transformatoren werden weltweit in großen Energie-Infrastrukturprojekten eingesetzt-zum Beispiel zur Anbindung von großen Offshore-Windparks, zur Netzanbindung oder in internationalen Stromverbindungen, die den Energieaustausch zwischen Ländern ermöglichen.

Derzeit beschäftigt Siemens Energy knapp 1.000 Mitarbeiter im Werk Nürnberg, in dem seit dem Jahr 1912 Transformatoren produziert werden.
Zur Realisierung der Energiewende ist es erforderlich das in Deutschland 16.702 Km neue Übertragungsleitungen errichtet werden. Hinzu kommt eine umfassende Investition in die Verteilernetze um die Umstellung von fossilen Energieträgern auf Strom realisieren zu können.
Diese enormen Investitionen in das Stromnetz erfordern eine große Steigerung der Produktion von Transformatoren.

Aufgrund der erhöhten Nachfrage soll das Werk in Nürnberg nun für 220 Millionen Euro erweitert werden. Mit 16.000 m² neuer Produktionsfläche wird die Kapazität um ca. 50% erhöht. Dabei entstehen 350 moderne und zukunftssichere Arbeitsplätze.
Die Baumaßnahmen erfolgen bei laufendem Betrieb. Die neue Fertigungsfläche soll 2028 zur Verfügung stehen.
Der Freistaat Bayern fördert den Ausbau des Transformatorkerns als regional wirtschaftlich bedeutendes Zukunftsprojekt mit einer Technologieförderung von bis zu 20 Millionen Euro- mit dem Ziel, den Innovationsstandort Nürnberg auch in Forschung und Entwicklung nachhaltig zu stärken.

Der für China hergestellte, weltweit erste 1.100 – KV-HGÜ – Transformator hat beachtliche Abmessungen, er ist 37,5 Meter lang, 14,4 Meter hoch und 12 Meter breit.
Im Betrieb wiegt der Transformator knapp 900 Tonnen und sein Wirkungsgrad liegt deutlich über 90% der Nennleistung.
Der Transformator ermöglicht erstmals die verlustarme Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) über eine Rekordweite von 3.284 Kilometern mit einer Übertragungsleistung von 12 Gigawatt. HGÜ-Transformatoren sind Teil der Konverterstation , die am Anfang der Übertragungsleitung Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln , und am Ende wieder zurück umwandeln.
Dank des Transformators kann bei dem Projekt in China erstmals mit gigantischen 1.100 Kilovolt übertragen werden. Der Transformator erm,öglicht nicht nur die Übertragung bei einem Rekord-Spannungspegel, sondern ist mit einer Leistung von 587 Megavoltampere der leistungsstärkste getestete Transformator der Welt. Die Übertragungsleitung befindet sich in Betrieb.

Quelle. Siemens Energy

Lothar Starke
Vorsitzender

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Foto: Industriemuseum Region Teltow


Industriemuseum: Energiewende nicht auf Kurs, aktueller Stand

Das war das Thema für einen Vortrag, den Dipl. Ing (FH) Lothar Starke vom Unternehmerverband Brandenburg-Berlin am 13. Januar 2026 im Industriemuseum Teltow gehalten hat.
Der Vortrag erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen des Vereins Industriemuseum Region Teltow e.V. und des Unternehmerverbandes Brandenburg – Berlin e.V.

Die Grundlagen
EEG-Gesetz vom 29.03.2000 unter Kanzler Gerhard Schröder mit den Schwerpunkten:
* Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022
* Rascher Ausbau „Erneuerbarer Energien“ mit de Zielen: 40 – 45 % Anteil am Stromverbrauch
   bis 2025, 80 % bis 2050 (EEG2.0)

Das Gesetz wurde mehrfach geändert, der aktuelle Stand ist das EEG-Gesetz vom 21.07. 2014,
das zuletzt durch Art.1 des Gesetzes vom 8. Mai 2024 geändert worden ist.
In dem Prozess der Änderungen wurde das Ziel des Gesetzes neu definiert: „Ziel dieses Gesetzes ist insbesondere  im Interesse des Klima- und Umweltschutzes die Transformation zu einer
nachhaltigen und treibhausgasneutralen Stromversorgung die vollständig auf erneuerbaren Energien beruht“.
Die Energieträger Kohle, Kernenergie, Erdgas und Erdöl sollen durch den Energieträger Strom aus erneuerbaren Energien ersetzt werden.

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Foto: Industriemuseum Region Teltow e.V.

Kostenfreie Online-Seminare der IKK BB für Ihr Unternehmen

Ab Ende Januar bietet die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKK BB) kostenfreie, praxisnahe Online-Seminare für Arbeitgeber und ihre Beschäftigten an – mit spannenden Themen, die Sie nicht verpassen sollten.

Erfahrene Fachreferenten vermitteln die theoretischen Grundlagen verständlich und praxisorientiert, erklären zentrale Begriffe und Hintergründe und zeigen, wie sich das Erlernte mit geringem Aufwand im Arbeitsalltag umsetzen lässt. Die Seminare finden live online in kleinen,
betriebsübergreifenden Gruppen statt und dauern jeweils 90 Minuten.

Zu den Seminaren

Nähere Informationen zu den einzelnen Seminarinhalten und das Formular zur Anmeldung für Ihre Wunschseminare finden Sie auf ikkbb.de, Stichwort: Online-Seminare.
Oder schreiben Sie uns eine Mail an: praevention@ikkbb.de

Foto: IKK BB

Industriemuseum: Brennstoffzellen-Systeme der nächsten Generation

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raunfahrt (DLR) entwickelt und erprobt elektrische Antriebssysteme auf Basis von Brennstoffzellen mit einer Leistung von bis zu 1,5 Megawatt für mobile Anwendungen.
Zum ersten Mal ist es gelungen, mit zwei der wichtigsten Komponenten – den Brennstoffzellen und dem Elektromotor – jeweils eine Leistung von mehr als einem Megawatt zu erreichen.
Im komplexen und modular aufgebauten BALIS-Testfeld ist es möglich, einzelne Komponenten und auch ganze Antriebsstränge umfassend zu untersuchen.
Aufgrund der Größenordnung, des flexiblen Aufbaus und der damit verknüpften Methodik der Forschung ist die Anlage weltweit einmalig. Sie befindet sich auf dem Innovationscampus des E2U Empfinger Entwicklungszentrum für Umwelttechnologien.

Finanzierung und Koordination des Projektes BALIS
Die Untersuchungen werden im Projekt BALIS 2.0 durchgeführt und im Rahmen des „Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ mit insgesamt 9,3 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert.
Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm Next Generation EU bereitgestellt.
Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Ein Meilenstein in der Entwicklung von Brennstoffzellen: Systemen
Bisher sind Systeme dieser Leistungsklasse noch nicht auf dem Markt. Die technische Herausforderung liegt darin, alle Komponenten so zu entwickeln und zu vereinen, dass sie stabil mit einer hohen Leistung von einem Megawatt und mehr laufen.
Dazu wurden zwölf Brennstoffzellen-Module elektrisch miteinander gekoppelt. Alle Module tauschen Informationen aus und interagieren. Jedes dieser Module besteht wiederum aus mehr als 400 einzelne Brennstoffzellen.

Anwendung für mobile, leistungsintensive Antriebsstrände
Brennstoffzellensysteme, wie sie das DLR mit BALIS entwickelt und testet, können zukünftig zum Beispiel Schiffe antreiben, im Schwerlastverkehr auf der Straße oder in der Luftfahrt eingesetzt werden.
Kommt in den Brennstoffzellen Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen – sogenannter grüner Wasserstoff – zum Einsatz, ermöglichen sie CO2 -freie und damit umweltverträgliche Mobilität.
Gleichzeitig ermöglicht diese Technologie, unabhängig von fossilen Rohstoffen zu werden und die Innovationsstärke und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Hightech-Bereich zu stärken.

Lothar Starke
Vorsitzender

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Weihnachts- und Neujahrsgruß

Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das für viele von uns mit großen Herausforderungen, aber auch mit bemerkenswerten Erfolgen und wertvollen Erfahrungen verbunden war. Der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. (UVBB) möchte sich herzlich bei seinen Mitgliedern und Partnern für das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit bedanken.

„Gemeinsam haben wir viel bewegt – in der Wirtschaftspolitik, im Dialog mit der Politik und vor allem im Netzwerk untereinander“, so der Präsident des UVBB. „Wir sind stolz darauf, mit Ihnen als starke Gemeinschaft für die Zukunft unserer Unternehmen in Brandenburg und Berlin zu arbeiten.“

Der UVBB wird auch 2026 weiterhin eine klare Stimme für die Belange der mittelständischen Wirtschaft und der Unternehmer in unserer Region erheben. Wir freuen uns auf die Herausforderungen des neuen Jahres und auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit mit Ihnen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr. Möge 2026 uns allen Gesundheit, Erfolg und viele neue Möglichkeiten bringen.

Industriemuseum: Humanoide Roboter – Beginn einer neuen Ära

Die Verschmelzung von fortschrittlicher Intelligenz mit menschenähnlichen Körpern kann unsere Arbeits- und Lebensweise neu definieren.
Während digitale KI Apps und Algorithmen revolutioniert hat, heben humanoide Roboter sie auf eine neue Ebene und bewältigen mit unübertroffener Anpassungsfähigkeit alles von Fabrikhallen bis hin zur Altenpflege.
Die Dringlichkeit ist real: McKinsey berichtet, dass allein in die USA – Fertigungsindustrie in den letzten zehn Jahren aufgrund von 2,4 Millionen unbesetzten Stellen 2,5 Billionen Dollar verloren hat- eine Krise, die sich aufgrund der alternden Belegschaft und des Fachkräftemangels noch verschärfen wird.
Weltweit könnte die Automatisierung bis 2050 400 bis 800 Millionen Arbeitsplätze verändern und so Arbeitskräftemangel in Innovationsmotoren verwandeln.
Humanoide Roboter sind die Antwort darauf. Laut IDTechEx werden sie sich von Nischenexperimenten bis 2035 zu einem 30-Milliarden-Dollar- Markt entwickeln, angetrieben von Durchbrüchen in den Bereichen Sensoren, Batterien und KI.
Nvidia CEO Jensen Huang und Elon Musk arbeiten an einer humanoiden Revolution.

Die Marktentwicklung für humanoide Roboter
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Bis 2030 wird der Markt für humanoide Roboter voraussichtlich von 2,92 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 15,26 Milliarden Dollar anwachsen und damit ein jährliches Wachstum von 39,2 % erreichen.
Analysen von Morgan Stanlay prognostizieren bis 2050 ein potentielles Marktvolumen von bis zu 5 Billionen US-Dollar.
Dieser weltweite Boom wird durch einen intensiven Wettbewerb angeheizt: China ist mit seinen Initiative „Made in China 2025“ und aggressiven Maßnahmen führend und strebt allein für 2025 eine Serienproduktion und den Versand von über 1.000 Geräten durch lokale Unternehmen an.
Dem entgegen wirkt die US-India Deep Tech Investment Alliance, die im September 2025 mit einem Kapital von über einer Milliarde US-Dollar gegründet wurde. Sie stärkt westliche Innovationen in den Bereichen Robotik und KI und schmiedet eine strategische Partnerschaft, um die Einführung dieser Technologien zu beschleunigen und die Dominanz Asiens herauszufordern.
Pionier wie Nvidia und Tesla sind bereits führend und setzen Roboter ein, die spontan lernen, sich an chaotische Situationen anpassen und Aufgaben ausführen , die früher Menschen vorbehalten waren.
Neue Anwendungsfälle erweitern ebenfalls die Attraktivität: So signalisiert z.B. die Landwirtschaft durch die Übernahme von GUSS Automation durch John Deere im Jahr 2025 ein steigendes Interesse an Agrobotik – das fahrerlose Sprühen in Obst- und Weinbergen und die präzise autonome Ernte .

Die Finanzierung für massive Investitionen
Musk bringt es auf den Punkt: „Humanoide Roboter werden das größte Produkt aller Zeiten sein“, und diese Dynamik wird durch Milliardenbeträge unterstützt.
Das EU-Programm „Horizon Europe“ stellt bis 2025 183,5 Millionen Dollar für Forschung und Entwicklung im Bereich Robotik bereit und fördert damit Durchbrüche im Bereich der KI- Humanoiden.
In den USA signalisiert das Budget des Verteidigungsministeriums in Höhe von 10,1 Milliarden US-Dollar für Robotik und Autonomie im Haushalt 2025 sowie die Zusage der US-India-Deep-Tech Alliance in Höhe von über 1 Milliarde US-Dollar einen harten Wettlauf um die Vorherrschaft in diesem Bereich.

Quelle: Anleger Einblicke

Lothar Starke
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Foto: Industriemuseum Region Teltow

20. Sternenmarkt und -fest in Potsdam vom 05.12. bis 07.12.25

Zum 20. Mal feiert der stimmungsvolle Potsdamer Sternenmarkt im Kutschstallhof und bietet einen authentischen Einblick in die weihnachtlichen Traditionen Polens.

Hier haben Sie vom 05. Dezember bis 07. Dezember 2025 die Möglichkeit, landestypisches Kunsthandwerk und kulinarische Spezialitäten zu entdecken. Darüber hinaus gestalten Künstler*innen aus Polen und Deutschland ein über 20-stündiges Sternenfest – ein lebendiges Kulturprogramm, das die Markttage begleitet.

Eintritt:
3 €, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre,
inkl. Eintritt zu allen Ausstellungen im Brandenburg Museum

Weitere Informationen zu den Veranstaltern, zum Markt und Sternenfest finden Sie hier.

Foto: pixabay

Feuer und Flamme für unsere Museen

Neues vom Industriemuseum
von Pascal Rumpf

Auswertung des Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“

„Lust auf Museum“ – dies war das Motto, des diesjährigen – bereits zum 21. mal stattfindenden – Aktionstags „Feuer und Flamme für unsere Museen“.

Das Industriemuseum Region Teltow, sowie 50 weitere kulturelle Einrichtungen aus insgesamt 6 Landkreisen der Mark Brandenburg, hießen am 25. Oktober 2025, bei freiem Eintritt, Kaffee & Kuchen sowie einen Nebenprogramm, zahlreich Besuchende herzlich Willkommen.

Den interessierten Besuchenden wurde ab 13:00 Uhr die wirtschaftliche Entwicklung der TKS-Region der letzten 150 Jahre bis in die Gegenwart gezeigt, dies umfasste neben Elektronik, Kommunikation und Automatisierung auch die digitale Welt. Als weitere Programmhighlights konnte den Gästen auch geboten werden: Führung zur regionalen Technikentwicklung, Faszination Dampfmaschinen, Amateurfunk – Hobby und mehr sowie ein Lektüreflohmarkt.
Zudem stellte das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY aus Zeuthen, seine beruflichen Ausbildungs- und Studiumsmöglichkeiten vor.

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Foto: Industriemuseum Region Teltow

Industriemuseum: Membrantechnologie

Gasseparation mit Membranverfahren: Anwendungen aus der Umwelt- und Prozesstechnik

Das war das Thema für einen Vortrag, den Herr Dr. Torsten Brinkmann vom Helmholtz- Zentrum Hereon in Geesthacht am 11. November 2025 im Industriemuseum Teltow gehalten hat.
Herr Dr. Brinkmann ist Abteilungsleiter Verfahrenstechnik am Institut für Membranforschung bei Hereon.

Der Vortrag erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen des Vereins Industriemuseum Region Teltow e.V. und des Unternehmerverbandes Brandenburg – Berlin e.V.

Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
Die Helmholtz- Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. ist die größte deutsche Organisation zur Förderung und Finanzierung der Forschung und mit über 46.000 Mitarbeitern sowie einem Budget von 6,3 Milliarden Euro (2023) eine der größten wissenschaftlichen Forschungsorganisationen der Welt.
Die Helmholtz-Gemeinschaft ist ein Mitgliedsverbund aus 18 unabhängigen  naturwissenschaftlich-technisch und biologisch-medizinisch ausgerichteten Forschungszentren.
Zur Helmholtz-Gemeinschaft gehören zum Beispiel:
* DESY, Deutsches Elektronen-Synchrotron Hamburg und Zeuthen
* DLR, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
* GFZ, Helmholtz-Zentrum für Geoforschung Potsdam und auch
* Hereon, Helmholtz-Zentrum Hereon

Das Helmholtz-Zentrum Hereon
Im Helmholtz-Zentrom Hereon Geesthacht arbeiten rd. 1.000 Mitarbeiter, das Budget beträgt 135 Mio € pro Jahr, es ist in 14 Institute gegliedert.
Das wissenschaftliche Spektrum umfasst Hochleistungswerkstoffe, Verfahren und umweltschonende Technologien für die Mobilität und neue Energiesysteme. Darüber hinaus werden Biomaterialien für die Medizin und zur Steigerung der Lebensqualität erforscht.
In Schleswig-Holstein ist das 1956 gegründete Zentrum die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Neben den Hauptsitz Geesthacht und dem Campus Teltow hat das Hereon Außenstellen in Hamburg, Kiel, Berlin und Garching bei München.

Der Verein Industriemuseum Region Teltow e.V. hat einen Kooperationsvertrag mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon Geesthacht zur Zusammenarbeit bei der Berufs- und Studienorientierung.

Das Hereon-Institut für Membranforschung
Das Institut hat folgende Abteilungen:
* Instrumentelle Strukturanalytik
* Mikroporöse Polymere
* Polymertechnologie
* Verfahrenstechnik
* Materialchemie und Stofftransport
* Selbstorganisation und funktionelle Nanostrukturen

Polymere Gastrennmembranen
In seinem Vortrag zeigte Herr Dr. Brinkmann die Grundlagen der Membrantechnologie mit den Abläufen der Prozesse bis zu einer Konzentration des zu separierenden Gases von über 90%.
Entsprechend dem vorgesehenen Einsatz Z.B. zur Abtrennung von CO2 oder H2 werden die Membranmodule gestaltet und für den vorgesehene Prozess erfolgt eine Modellierung und Simulation.
Die Gasseparation hat sich für unterschiedliche Aufgaben der Trennung bewährt und ist gut geeignet für die Anwendung bei erneuerbaren Energien.
Es besteht ein Werkzeugkasten für Membranmaterialien und eine reproduzierbare Membranproduktion.
Modelle und Simulation ermöglichen die Auswahl der geeigneten Membranmodule für den jeweiligen Einsatzfall.

Prozessbeispiele
* Abtrennen von CO2
Das CO2 als Treibhausgas abzutrennen und es entweder zu deponieren oder zu verarbeiten  ist eine Schlüsseltechnologie für den Klimawandel.
Durch die Membrantechnologie kann dieser Prozess wirtschaftlicher erfolgen als durch andere bisher eingesetzte Verfahren.
Der Einsatz ist z.B. vorgesehen bei fossilen Kraftwerken, Zementwerken, Stahlwerken oder Biogas.
Die Membranmodule sind dabei in einer technologischen Anlage Bestandteil eines Prozesses der Aufbereitung der Abgase, wobei Staub und Wasser vor dem Membranmodul entfernt werden.

* Abtrennen von H2
Eine zentrale Aufgabe bei der Energiewende besteht darin, Öl und Gas als Energieträger durch Wasserstoff zu ersetzen.
Durch die Membrantechnologie besteht auch hier die Möglichkeit wirtschaftlicher gegenüber bisherigen Verfahren zu arbeiten.
Der Einsatz ist z. B. Vorgesehen für die Separierung von Wasserstoff aus Erdgas und bei der Gastrocknung nach der Elektrolyse

* Höhere Kohlenwasserstoffe
Die Anwendung der Membrantechnologie bei der Rückgewinnung organischer Dämpfe wurde an einem Beispiel aus der Polymerherstellung erläutert. Dabei fällt ein mit Wasser und Hexandampf beladener Stickstoffstrom an. Über ein Membranverfahren können die Dämpfe abgetrennt und nach Verdichtung verflüssigt werden. Aufgrund der Nichtmischbarkeit der wässrigen und organischen Phase kann so ein reiner Stickstoffstrom sowie zwei flüssige Produktströme zur Schließung des Produktkreislaufs genutzt werden.

* Weitere Anwendungen
Im Vortrag wurden noch weitere Anwendungen der Membrantechnologie bei technologischen Verfahren vorgestellt.
So z.B. die Abscheidung von COaus Ethylen bei der Herstellung von Ethylenoxyd.

Anlagentechnik
Im Vortrag wurde die Anlagentechnik für die verschiedenen Einsatzfälle vorgestellt. Die Realisierung erfolgt durch Unternehmen der Anlagentechnik bei denen die Membranmodule ein Bestandteil der Gesamtanlage sind.

Kontakt: torsten.brinkmann@hereon.de

Lothar Starke
Leiter des Arbeitskreises Innovative Technologien im
Unternehmerverband Brandenburg – Berlin e.V.

Foto: Industriemuseum Region Teltow