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Diamanten in der Produktion

Das war das Thema für einen Vortrag, den Herr Prof.Dr. Heiner Vollstädt, Inhaber der Firma Vollstädt-Diamant GmbH Seddiner See, am 28. Januar 2020 im Industriemuseum Teltow gehalten hat.

Der Vortrag erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen des Unternehmerverbandes Brandenburg-Berlin e.V. und des Vereins Industriemuseum Region Teltow e.V.

Herr Prof. Dr. Vollstädt behandelte in seinem Vortrag sowohl die Eigenschaften der Diamanten als auch die Gewinnung natürlicher und künstlicher Diamanten sowie die Anwendung als Industriediamanten und als Schmuckdiamanten.

Eigenschaften der Diamanten

Diamant ist ein Mineral der Superlative in vielfacher Hinsicht: hoch begehrt als „König der Edelsteine“, aber auch von außerordentlicher Bedeutung für technische Anwendungen.

Diese Stellung verdankt der Diamant einer Kombination hervorragender Eigenschaften:

  • Diamant ist das härteste Mineral, das wir kennen
  • Diamant hat eine außergewöhnlich hohe Lichtbrechung
  • Diamant hat eine außergewöhnlich hohe Dispersion
  • Diamant hat die höchste thermische Leitfähigkeit und die geringste thermische Ausdehnung
  • Diamant ist ein ausgezeichneter Isolator

Diamanten kommen in der Natur sehr selten vor, sie sind nur in geringsten Gewichts-und Volumenanteilen im „Wirtsgestein“ vorhanden und müssen mit großem technischem und finanziellem Aufwand extrahiert werden.

Man geht davon aus, dass im Durchschnitt auf 100 t abgebautem Gestein eine Ausbeute von 5cts (=1g) rohem Diamant steht.

Die so gewonnenen Diamanten werden überwiegend zu technischen Zwecken verwendet. Die

Nachfrage kann durch die natürliche Gewinnung nicht gedeckt werden, sodass seit den 1955 er Jahren die kommerzielle Produktion syntheticher Diamanten erfolgt.

Bezogen auf das gesamte Handelsvolumen von Diamanten werden heute ca. 98% von Synthesen

eingenommen, mit starker Steigerung. Ursächlich hierfür ist die enorme Bedeutung und Nachfrage in Technik und Elektronik.

Synthetische Diamanten

Für die kommerzielle Produktion synthetischer Diamanten für technische Zwecke und die Verwendung in der Schmuckbranche werden heute verschiedene Verfahren angewendet. Größte Bedeutung besitzen das HPHT-Verfahren (Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren) und das CVD- Verfahren (Chemical-Vapour Deposition).

Der Herstellungsprozess synthetischer Diamanten unter hohem Druck und hohen Temperaturen leitet sich direkt von den Bildungsbedingungen natürliche Diamanten im oberen Erdmantel ab.

Für das Erreichen dieser extremen Wachstumsbedingungen  von P= 5 bis 5,5 Gpa (Gigapascal) und T= 1300 bis 1500 ° C werden hydraulische Pressen verwendet.

Herr Prof.Dr. Vollstädt zeigte in seinem Vortrag die theoretischen Grundlagen der Diamantsynthese und die Verfahren und Einrichtungen der praktischen Herstellung mit weltweiten Beispielen.

Technische Anwendungen des Diamant

Nutzung der Härte

Fräsen, Bohren, Schneiden, Schleifen im Makro- bis Mikrobereich (von Bohrköpfen für  Tunnelbaumaschinen bis zu Mikrobohrern für die Uhrenindustrie, Dental- und  Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrtindustrie)

– Nutzung der optischen Transparenz

Transparenz vom Infrarot- bis zum Ultraviolettbereich

(Optische Fenster)

– Nutzung der Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit ist um ein mehrfaches größer als Kupfer.

Nutzung z.B. zur Wärmeableitung  (Kühlung) in Hochleistungs- Bauelementen der Elektronik.

– Nutzung als elektricher Isolator

In elektronischen Bauelementen , kombinierte Nutzung der Wärmeleitfähigkeit und Isolatoreigenschaft

Kontakt: Prof. Dr. Heiner Vollstädt,  info@vollstaedt.com

Lothar Starke

Wird auf den 09.12.20 verschoben: Fachkräftemangel – Thema beim Ostdeutschen Unternehmertag 2020

Dr. Regina Flake. Foto: KOFA

Potsdam | Die Sorge um Fachkräfte in den Unternehmen wird 2020 ein bestimmendes Thema für den UVBB sein. Beim Ostdeutschen Unternehmertag am 26. März 2020 steht es im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionsbeiträge. Zu den Referenten gehört Dr. Regina Flake, Teamleiterin im Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Sie berichtet, dass neun von zehn Unternehmen den Fachkräftemangel bereits spüren, aber nur 43 Prozent der Firmen eine langfristige Personalplanung betreiben.

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Nachbetrachtung zur turbulenten Hauptversammlung von Siemens

Die Medien interessierten sich vor allem für die Auseinandersetzung mit den Klimaaktivisten. Nun ist Umweltaktivismus kein neues Phänomen. Spektakuläre Aktionen gegen skrupellose Walfänger, ätzende Chemiekonzerne und strahlende Atommülltransporte bilden eine lange Tradition. Dabei wurde eine Menge erreicht und das harte regulatorische Umfeld half Deutschland letztlich, zu einem führenden Lieferanten von Effizienztechnik zu werden.

Kurioserweise richtet sich der Protest aber heute ausgerechnet gegen effiziente Technik, egal ob es sich um das modernste fossile Kraftwerk Uniper oder Signaltechnik von Siemens Mobility handelt. Die Chancen stehen gut, dass der planlose Widerstand das Gegenteil des Beabsichtigten erreichen wird. Wenn Uniper keinen Strom produzieren darf, dann kommt er eben aus dem Ausland. Wenn Siemens lukrative Aufträge ausschlagen muss, dann liefert eben ein chinesischer Konkurrent – vermutlich weniger nachhaltige Technik. Gleichzeitig fallen gut bezahlte Arbeitsplätze bei Siemens und anderen Konzernen weg, wodurch die Betroffenen bestimmt nicht zu Mitstreitern der Klimabewegung werden.

Das Problem vergrößert sich noch dadurch, dass der Protest international längst nicht gleichverteilt ist. Während in Deutschland die Kämpfer gegen die Großindustrie teilweise zu Helden stilisiert werden, spielt das Thema in vielen anderen Ländern nur eine untergeordnete Rolle.

Deutsche Unternehmen werden gnadenlos in die Mangel genommen, während andere ungehindert ihr Unwesen treiben können. Es ist eine Entwicklung, die den Wirtschaftsstandort Deutschland beschädigt – oder drastischer: dem Niedergang Deutschlands als Wirtschaftsstandort weiter Vorschub leisten wird.

Foto: pixabay

Potsdamer Netzwerktag 2020

Nach der erfolgreichen Premiere des „Potsdamer Netzwerktages“ im letzten Jahr, laden auch in 2020 mehr als zehn Netzwerke zum Kennenlernen und gemeinsamen Austausch ein!

Viele Unternehmer nutzen Netzwerke, um sich gegenseitig zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Die Vielfalt ist groß – das Spektrum reicht von regionalen Gruppen bis zu bundesweiten Organisationen, von Netzwerken, die über Weiterempfehlung mehr Umsatz generieren, unternehmerische Ideen vermitteln, sich für das Gemeinwohl engagieren oder – als Einkaufsgemeinschaft – günstige Preise für ihre Mitglieder erzielen. Nur: Welches Netzwerk passt am besten zu mir? Womit erziele ich für meine Zwecke die größten Mehrwerte?

Eine Chance, dies ohne großen Recherche-Aufwand herauszufinden und gleich mit den Akteuren der verschiedenen Netzwerke ins Gespräch zu kommen, gibt es am Abend des 20. Februar 2020 in der IHK Potsdam.

Weitere Informationen zum Ablauf des Abends und die Möglichkeit der Registrierung finden Sie unter www.potsdamer-netzwerktag.de

Neue Materialien aus dem Fraunhofer IAP

Das war das Thema für einen Vortrag, den Herr Profesor Dr. Dieter Hofmann vom Fraunhofer IAP in Potsdam am 14. Januar 2020 im Industriemuseum Teltow im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Unternehmerverband Brandenburg-Berlin gehalten hat. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Das Fraunhofer IAP hat seinen Sitz in Potsdam- Golm mit Niederlassungen in Teltow, Wildau, Schwarzheide und Hamburg.

Die Forschungsbereiche sind:

Biopolymere

Die nachhaltige stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe steht im Zentrum der Polymer- Forschung des Instituts. Das betrifft sowohl natürliche, von der Natur synthetisierte Polymere , wie Cellulose, Stärkr oder Lignin, als auch biobasierte Kunststoffe wie Polylactid, deren Grundbausteine aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Für eine Vielzahl von Einsastzfeldern werden, oft gemeinsam mit Industriepartnern, solche Biopolymere maßgeschneidert und Verfahren zu deren Gewinnung, Verarbeitung und Veredlung optimiert oder neu entwickelt. Beispiele sind cellulosische Spinnfasern wie Viskose, biobasierte Carbonfasern, Vliesstoffe, Folien und Formkörper aus Polymermischungen mit Lignin oder Stärke. Weiterhin Verbundmaterialien mit cellulosischer Faserverstärkung, Papieradditive auf Stärkebasis oder biobasierte Klebstoffe.

Funktionale Polymersysteme

Polymere mit besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften werden in zunehmendem Maße als Funktionsmaterialien für Hochtechnologie-Anwendungen eingesetzt. Das Spektrum reicht von Sensoren und Aktoren, Polymeren mit halbleitenden Eigenschaften über chromogene, phototrope bis hin zu leuchtenden Polymeren, die in organischen Leuchtdioden (OLEDs) und organischer Photovoltaik eingesetzt werden.

Synthese- und Polymertechnik

Im Bereich der Synthese- und Polymertechnik ist das Institut spezialisiert auf die Synthese neuartiger Polymerstrukturen sowie auf die Entwicklung und Optimierung von Prozessen der Polymerisation. Weiterhin Arbeitsschwerpunkte sind die Herstellung von Partikeln für Werkstoffcontainer durch reaktive und nichtreaktive Verfahren sowie die Charakterisierung von Polymeren.

Life Science und Bioprozesse

In diesem Forschungsbereich werden biotechnologische Verfahren zur Entwicklung von funktionalen Proteinsystemen, kolloidalen Strukturen sowie Bio- Hybridmaterialien verwendet. Nanotechnologie und Grenzflächenchemie ergänzen die klassische Polymerforschung und fördern die Entwicklung neuer Biomaterialien, Hydrogele, bioaktive Oberflächen, Sensoren und Wirkstoffsysteme.

Pilotanlagenzentrum PAZ

Am Standort Schkopau befindet sich das Pilotanlagenzentrum des IAP. In diesem Zentrum werden Aufgaben der Technologieentwicklung und Maßstabvergrößerung von Polymersynthese und Verarbeitungsprozesse durchgeführt. Die Anlagen dienen sowohl der Entwicklung als auch der Versuchsproduktion kleiner und mittlerer Chargen.

Polymermaterialien und Composite PYCO

In diesem Forschungsbereich werden an den Standorten Teltow und Wildau Materialien aus vernetzten Kunststoffen sowie Composite aus mehreren mitenander verbundenen Materialien entwickelt. Bei dem Faser- Kunststoff- Verbund werden vor allem Kohlenstoff-, Glas-oder Naturfasern mit Kunststoff zu Materialien mit speziellen Eigenschaften verarbeitet. Diese Verbundmaterialien werden in großem Umfang in der Luftfahrt, dem Automobilbau und dem Fahrzeugbau eingesetzt.

Zentrum für angewandte Nanotechnologie CAN

Dieser Forschungsbereich am Standort Hamburg entwickelt organische Nanopartikelsysteme in Form von anorganischen Nanopartikeln und Nanocompositen und umfasst fluoreszierende, magnetische, elektrisch- und wärmeleitfähige, röntgenopake, elektrokatalytisch-aktive, metallische und keramische Nanopartikel. Die Anwendung erfolgt in den Bereichen: funktionale Materialien (Displays, LED und Beleuchtung, Solar- und Brennstoffzellen), Life Science (diagnostische Tools, Biomarker), und Home und Personal Care ( Additive für kosmetische Produkte, Wasch- und Reinigungsmittel).

In seinem Vortag behandelte Herr Professor Dr. Hofmann die Entwicklungsabläufe von den chemischen Grundlagen über die unterschiedlichen Verfahren der Veränderung der Strukturen bis zu den Prozessen der Entwicklung von Verfahren zur Produktion der neuen Materialien und ihrer Verarbeitung. Angesichts der Problematik Kunststoffe und Umwelt bilden die Entwicklungen des IAP die Grundlage dafür, immer mehr biologisch abbaubare Kunststoffe einzusetzen.

Kontakt: Prof. Dr. Dieter Hofmann  dieter.hofmann@iap.fraunhofer.de

Lothar Starke

Unternehmerverband Brandenburg-Berlin (UVBB) fordert für Deutschland echte Innovationen!

Deutschland braucht für das kommende Jahrzehnt konkrete und starke Signale. Ein „Weiter so“ darf es nicht geben.

Die vom CSU-Ministerpräsidenten aus Bayern angeschobene Diskussion, neue unverbrauchte Politiker in die Regierung zu holen, ist wichtig und richtig.

Wenn wieder Vertrauen zur Politik in Deutschland aufgebaut werden soll, muss es eine verlässliche und konzeptionelle Arbeit auf allen Ebenen geben. Populismus und dogmatische Regierungsarbeit bringt uns nicht weiter.

Deutschland, das Land der Wissenschaft, muss dringend wiederbeatmet werden. Kompetente und qualifizierte Persönlichkeiten müssen die Regierungsämter bekleiden. Die Beschaffung von Posten muss ein Ende haben.

Die Ergebnisse einer Studie, wonach fast 60% der Bürger die Bundesregierung beim Thema Digitalisierung für wenig kompetent halten und 91% der Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik den Bundesressorts nicht zutrauen, den digitalen Wandel zu meistern, spricht Bände!

In Deutschland ist ein Paradigmenwechsel erforderlich und wir brauchen eine Rückbesinnung auf alte Tugenden. Ein rohstoffarmes Land wie Deutschland hat nur das Potential, das in den Köpfen der Menschen schlummert.

Deutschland muss endlich aus dem Schlaf kommen. Deutschland braucht eine Innovationsoffensive.

Dann sind wir auch in der Lage, die gewaltigen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen, eine Wertschöpfung zu generieren, mit der Menschen und Unternehmen wieder zufrieden sind.

Bürger und Unternehmen warten schon zu lange!

Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V.

Ansprechpartner:
Steffen Heller
Geschäftsführer des UVBB
Drewitzer Straße 47
14478 Potsdam
Tel.: +49 331 810306
Mobil: +49 172 9927 484
E-Mail: potsdam@uv-bb.de

Pressekontakt:
comprend GmbH Potsdam
Michael Schulze
Tel.: +49 331 58115800
Mobil: +49 152 31061207
E-Mail: michael.schulze@comprend.de

Foto: pixabay

Glühweintrinken mit „Potsdamen“ und „Silicon Sanssouci“

Gastgeber Nico Danneberg mit „Potsdame“ Antje Senf. Foto: Bolko Bouché

Potsdam | Nach Cottbus und Hoppegarten (wir berichteten) trafen sich am 9. Dezember die Potsdamer Verbandsmitglieder zum traditionellen Glühweintrinken. Bei Stollen und reichlich Heißgetränken verbrachten die Gäste im Hause der VCAT Consulting GmbH einen unterhaltsamen Abend. Toll, dass sich auch noch Unternehmer aus anderen Netzwerken dazugesellten – zum Beispiel Antje Senf von den „Potsdamen“ oder die IT-Spezialisten von „Silikon Sanssouci“.

Erfahrungsaustausch „Kombinierte Verkehre“ zieht Bilanz

Bei der Präsentation in Dortmund.

Dortmund/Cottbus | Das ERFA-Projekt Kombinierte Verkehre in der Lausitz hat über zwei Jahre den Dialog zwischen Unternehmen gefördert. In Erfahrungsaustauschgruppen wurden Möglichkeiten untersucht, wie Transporteure, Verlader und produzierende Unternehmen aus Brandenburg, Sachsen den Warentransport auf der Schiene entwickeln können. Sie erstellten einen Maßnahmeplan, und im Ergebnis hat sich das Wirtschaftsverkehrsnetzwerk Lausitz gebildet. Heute ist es die Beratungsplattform für die Themen Wirtschaftsgüterverkehr, ÖPNV und der Wasserstofftechnologie im Verkehr.

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Nr. 6/2019 – Fachkräfte: Ideen, Konzepte, Förderung

Die 6. Ausgabe des Ostdeutschen Wirtschaftsmagazines NUVO in 2019 zum Fokusthema „Fachkräfte: Ideen, Konzepte, Förderung“. Erschienen im November 2019.

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