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Industriemuseum: Energiewende nicht auf Kurs, aktueler Stand

Das war das Thema für einen Vortrag, den Dipl. Ing (FH) Lothar Starke vom Unternehmerverband Brandenburg-Berlin am 13. Januar 2026 im Industriemuseum Teltow gehalten hat.
Der Vortrag erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen des Vereins Industriemuseum Region Teltow e.V. und des Unternehmerverbandes Brandenburg – Berlin e.V.

Die Grundlagen
EEG-Gesetz vom 29.03.2000 unter Kanzler Gerhard Schröder mit den Schwerpunkten:
* Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022
* Rascher Ausbau „Erneuerbarer Energien“ mit de Zielen: 40 – 45 % Anteil am Stromverbrauch
   bis 2025, 80 % bis 2050 (EEG2.0)

Das Gesetz wurde mehrfach geändert, der aktuelle Stand ist das EEG-Gesetz vom 21.07. 2014,
das zuletzt durch Art.1 des Gesetzes vom 8. Mai 2024 geändert worden ist.
In dem Prozess der Änderungen wurde das Ziel des Gesetzes neu definiert: „Ziel dieses Gesetzes ist insbesondere  im Interesse des Klima- und Umweltschutzes die Transformation zu einer
nachhaltigen und treibhausgasneutralen Stromversorgung die vollständig auf erneuerbaren Energien beruht“.
Die Energieträger Kohle, Kernenergie, Erdgas und Erdöl sollen durch den Energieträger Strom aus erneuerbaren Energien ersetzt werden.

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Foto: Industriemuseum Region Teltow e.V.

Kostenfreie Online-Seminare der IKK BB für Ihr Unternehmen

Ab Ende Januar bietet die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKK BB) kostenfreie, praxisnahe Online-Seminare für Arbeitgeber und ihre Beschäftigten an – mit spannenden Themen, die Sie nicht verpassen sollten.

Erfahrene Fachreferenten vermitteln die theoretischen Grundlagen verständlich und praxisorientiert, erklären zentrale Begriffe und Hintergründe und zeigen, wie sich das Erlernte mit geringem Aufwand im Arbeitsalltag umsetzen lässt. Die Seminare finden live online in kleinen,
betriebsübergreifenden Gruppen statt und dauern jeweils 90 Minuten.

Zu den Seminaren

Nähere Informationen zu den einzelnen Seminarinhalten und das Formular zur Anmeldung für Ihre Wunschseminare finden Sie auf ikkbb.de, Stichwort: Online-Seminare.
Oder schreiben Sie uns eine Mail an: praevention@ikkbb.de

Foto: IKK BB

Industriemuseum: Brennstoffzellen-Systeme der nächsten Generation

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raunfahrt (DLR) entwickelt und erprobt elektrische Antriebssysteme auf Basis von Brennstoffzellen mit einer Leistung von bis zu 1,5 Megawatt für mobile Anwendungen.
Zum ersten Mal ist es gelungen, mit zwei der wichtigsten Komponenten – den Brennstoffzellen und dem Elektromotor – jeweils eine Leistung von mehr als einem Megawatt zu erreichen.
Im komplexen und modular aufgebauten BALIS-Testfeld ist es möglich, einzelne Komponenten und auch ganze Antriebsstränge umfassend zu untersuchen.
Aufgrund der Größenordnung, des flexiblen Aufbaus und der damit verknüpften Methodik der Forschung ist die Anlage weltweit einmalig. Sie befindet sich auf dem Innovationscampus des E2U Empfinger Entwicklungszentrum für Umwelttechnologien.

Finanzierung und Koordination des Projektes BALIS
Die Untersuchungen werden im Projekt BALIS 2.0 durchgeführt und im Rahmen des „Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ mit insgesamt 9,3 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert.
Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm Next Generation EU bereitgestellt.
Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Ein Meilenstein in der Entwicklung von Brennstoffzellen: Systemen
Bisher sind Systeme dieser Leistungsklasse noch nicht auf dem Markt. Die technische Herausforderung liegt darin, alle Komponenten so zu entwickeln und zu vereinen, dass sie stabil mit einer hohen Leistung von einem Megawatt und mehr laufen.
Dazu wurden zwölf Brennstoffzellen-Module elektrisch miteinander gekoppelt. Alle Module tauschen Informationen aus und interagieren. Jedes dieser Module besteht wiederum aus mehr als 400 einzelne Brennstoffzellen.

Anwendung für mobile, leistungsintensive Antriebsstrände
Brennstoffzellensysteme, wie sie das DLR mit BALIS entwickelt und testet, können zukünftig zum Beispiel Schiffe antreiben, im Schwerlastverkehr auf der Straße oder in der Luftfahrt eingesetzt werden.
Kommt in den Brennstoffzellen Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen – sogenannter grüner Wasserstoff – zum Einsatz, ermöglichen sie CO2 -freie und damit umweltverträgliche Mobilität.
Gleichzeitig ermöglicht diese Technologie, unabhängig von fossilen Rohstoffen zu werden und die Innovationsstärke und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Hightech-Bereich zu stärken.

Lothar Starke
Vorsitzender

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Weihnachts- und Neujahrsgruß

Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das für viele von uns mit großen Herausforderungen, aber auch mit bemerkenswerten Erfolgen und wertvollen Erfahrungen verbunden war. Der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. (UVBB) möchte sich herzlich bei seinen Mitgliedern und Partnern für das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit bedanken.

„Gemeinsam haben wir viel bewegt – in der Wirtschaftspolitik, im Dialog mit der Politik und vor allem im Netzwerk untereinander“, so der Präsident des UVBB. „Wir sind stolz darauf, mit Ihnen als starke Gemeinschaft für die Zukunft unserer Unternehmen in Brandenburg und Berlin zu arbeiten.“

Der UVBB wird auch 2026 weiterhin eine klare Stimme für die Belange der mittelständischen Wirtschaft und der Unternehmer in unserer Region erheben. Wir freuen uns auf die Herausforderungen des neuen Jahres und auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit mit Ihnen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr. Möge 2026 uns allen Gesundheit, Erfolg und viele neue Möglichkeiten bringen.

Industriemuseum: Humanoide Roboter – Beginn einer neuen Ära

Die Verschmelzung von fortschrittlicher Intelligenz mit menschenähnlichen Körpern kann unsere Arbeits- und Lebensweise neu definieren.
Während digitale KI Apps und Algorithmen revolutioniert hat, heben humanoide Roboter sie auf eine neue Ebene und bewältigen mit unübertroffener Anpassungsfähigkeit alles von Fabrikhallen bis hin zur Altenpflege.
Die Dringlichkeit ist real: McKinsey berichtet, dass allein in die USA – Fertigungsindustrie in den letzten zehn Jahren aufgrund von 2,4 Millionen unbesetzten Stellen 2,5 Billionen Dollar verloren hat- eine Krise, die sich aufgrund der alternden Belegschaft und des Fachkräftemangels noch verschärfen wird.
Weltweit könnte die Automatisierung bis 2050 400 bis 800 Millionen Arbeitsplätze verändern und so Arbeitskräftemangel in Innovationsmotoren verwandeln.
Humanoide Roboter sind die Antwort darauf. Laut IDTechEx werden sie sich von Nischenexperimenten bis 2035 zu einem 30-Milliarden-Dollar- Markt entwickeln, angetrieben von Durchbrüchen in den Bereichen Sensoren, Batterien und KI.
Nvidia CEO Jensen Huang und Elon Musk arbeiten an einer humanoiden Revolution.

Die Marktentwicklung für humanoide Roboter
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Bis 2030 wird der Markt für humanoide Roboter voraussichtlich von 2,92 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 15,26 Milliarden Dollar anwachsen und damit ein jährliches Wachstum von 39,2 % erreichen.
Analysen von Morgan Stanlay prognostizieren bis 2050 ein potentielles Marktvolumen von bis zu 5 Billionen US-Dollar.
Dieser weltweite Boom wird durch einen intensiven Wettbewerb angeheizt: China ist mit seinen Initiative „Made in China 2025“ und aggressiven Maßnahmen führend und strebt allein für 2025 eine Serienproduktion und den Versand von über 1.000 Geräten durch lokale Unternehmen an.
Dem entgegen wirkt die US-India Deep Tech Investment Alliance, die im September 2025 mit einem Kapital von über einer Milliarde US-Dollar gegründet wurde. Sie stärkt westliche Innovationen in den Bereichen Robotik und KI und schmiedet eine strategische Partnerschaft, um die Einführung dieser Technologien zu beschleunigen und die Dominanz Asiens herauszufordern.
Pionier wie Nvidia und Tesla sind bereits führend und setzen Roboter ein, die spontan lernen, sich an chaotische Situationen anpassen und Aufgaben ausführen , die früher Menschen vorbehalten waren.
Neue Anwendungsfälle erweitern ebenfalls die Attraktivität: So signalisiert z.B. die Landwirtschaft durch die Übernahme von GUSS Automation durch John Deere im Jahr 2025 ein steigendes Interesse an Agrobotik – das fahrerlose Sprühen in Obst- und Weinbergen und die präzise autonome Ernte .

Die Finanzierung für massive Investitionen
Musk bringt es auf den Punkt: „Humanoide Roboter werden das größte Produkt aller Zeiten sein“, und diese Dynamik wird durch Milliardenbeträge unterstützt.
Das EU-Programm „Horizon Europe“ stellt bis 2025 183,5 Millionen Dollar für Forschung und Entwicklung im Bereich Robotik bereit und fördert damit Durchbrüche im Bereich der KI- Humanoiden.
In den USA signalisiert das Budget des Verteidigungsministeriums in Höhe von 10,1 Milliarden US-Dollar für Robotik und Autonomie im Haushalt 2025 sowie die Zusage der US-India-Deep-Tech Alliance in Höhe von über 1 Milliarde US-Dollar einen harten Wettlauf um die Vorherrschaft in diesem Bereich.

Quelle: Anleger Einblicke

Lothar Starke
Vorsitzender

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Foto: Industriemuseum Region Teltow

20. Sternenmarkt und -fest in Potsdam vom 05.12. bis 07.12.25

Zum 20. Mal feiert der stimmungsvolle Potsdamer Sternenmarkt im Kutschstallhof und bietet einen authentischen Einblick in die weihnachtlichen Traditionen Polens.

Hier haben Sie vom 05. Dezember bis 07. Dezember 2025 die Möglichkeit, landestypisches Kunsthandwerk und kulinarische Spezialitäten zu entdecken. Darüber hinaus gestalten Künstler*innen aus Polen und Deutschland ein über 20-stündiges Sternenfest – ein lebendiges Kulturprogramm, das die Markttage begleitet.

Eintritt:
3 €, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre,
inkl. Eintritt zu allen Ausstellungen im Brandenburg Museum

Weitere Informationen zu den Veranstaltern, zum Markt und Sternenfest finden Sie hier.

Foto: pixabay

Feuer und Flamme für unsere Museen

Neues vom Industriemuseum
von Pascal Rumpf

Auswertung des Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“

„Lust auf Museum“ – dies war das Motto, des diesjährigen – bereits zum 21. mal stattfindenden – Aktionstags „Feuer und Flamme für unsere Museen“.

Das Industriemuseum Region Teltow, sowie 50 weitere kulturelle Einrichtungen aus insgesamt 6 Landkreisen der Mark Brandenburg, hießen am 25. Oktober 2025, bei freiem Eintritt, Kaffee & Kuchen sowie einen Nebenprogramm, zahlreich Besuchende herzlich Willkommen.

Den interessierten Besuchenden wurde ab 13:00 Uhr die wirtschaftliche Entwicklung der TKS-Region der letzten 150 Jahre bis in die Gegenwart gezeigt, dies umfasste neben Elektronik, Kommunikation und Automatisierung auch die digitale Welt. Als weitere Programmhighlights konnte den Gästen auch geboten werden: Führung zur regionalen Technikentwicklung, Faszination Dampfmaschinen, Amateurfunk – Hobby und mehr sowie ein Lektüreflohmarkt.
Zudem stellte das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY aus Zeuthen, seine beruflichen Ausbildungs- und Studiumsmöglichkeiten vor.

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Foto: Industriemuseum Region Teltow

Industriemuseum: Membrantechnologie

Gasseparation mit Membranverfahren: Anwendungen aus der Umwelt- und Prozesstechnik

Das war das Thema für einen Vortrag, den Herr Dr. Torsten Brinkmann vom Helmholtz- Zentrum Hereon in Geesthacht am 11. November 2025 im Industriemuseum Teltow gehalten hat.
Herr Dr. Brinkmann ist Abteilungsleiter Verfahrenstechnik am Institut für Membranforschung bei Hereon.

Der Vortrag erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen des Vereins Industriemuseum Region Teltow e.V. und des Unternehmerverbandes Brandenburg – Berlin e.V.

Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
Die Helmholtz- Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. ist die größte deutsche Organisation zur Förderung und Finanzierung der Forschung und mit über 46.000 Mitarbeitern sowie einem Budget von 6,3 Milliarden Euro (2023) eine der größten wissenschaftlichen Forschungsorganisationen der Welt.
Die Helmholtz-Gemeinschaft ist ein Mitgliedsverbund aus 18 unabhängigen  naturwissenschaftlich-technisch und biologisch-medizinisch ausgerichteten Forschungszentren.
Zur Helmholtz-Gemeinschaft gehören zum Beispiel:
* DESY, Deutsches Elektronen-Synchrotron Hamburg und Zeuthen
* DLR, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
* GFZ, Helmholtz-Zentrum für Geoforschung Potsdam und auch
* Hereon, Helmholtz-Zentrum Hereon

Das Helmholtz-Zentrum Hereon
Im Helmholtz-Zentrom Hereon Geesthacht arbeiten rd. 1.000 Mitarbeiter, das Budget beträgt 135 Mio € pro Jahr, es ist in 14 Institute gegliedert.
Das wissenschaftliche Spektrum umfasst Hochleistungswerkstoffe, Verfahren und umweltschonende Technologien für die Mobilität und neue Energiesysteme. Darüber hinaus werden Biomaterialien für die Medizin und zur Steigerung der Lebensqualität erforscht.
In Schleswig-Holstein ist das 1956 gegründete Zentrum die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Neben den Hauptsitz Geesthacht und dem Campus Teltow hat das Hereon Außenstellen in Hamburg, Kiel, Berlin und Garching bei München.

Der Verein Industriemuseum Region Teltow e.V. hat einen Kooperationsvertrag mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon Geesthacht zur Zusammenarbeit bei der Berufs- und Studienorientierung.

Das Hereon-Institut für Membranforschung
Das Institut hat folgende Abteilungen:
* Instrumentelle Strukturanalytik
* Mikroporöse Polymere
* Polymertechnologie
* Verfahrenstechnik
* Materialchemie und Stofftransport
* Selbstorganisation und funktionelle Nanostrukturen

Polymere Gastrennmembranen
In seinem Vortrag zeigte Herr Dr. Brinkmann die Grundlagen der Membrantechnologie mit den Abläufen der Prozesse bis zu einer Konzentration des zu separierenden Gases von über 90%.
Entsprechend dem vorgesehenen Einsatz Z.B. zur Abtrennung von CO2 oder H2 werden die Membranmodule gestaltet und für den vorgesehene Prozess erfolgt eine Modellierung und Simulation.
Die Gasseparation hat sich für unterschiedliche Aufgaben der Trennung bewährt und ist gut geeignet für die Anwendung bei erneuerbaren Energien.
Es besteht ein Werkzeugkasten für Membranmaterialien und eine reproduzierbare Membranproduktion.
Modelle und Simulation ermöglichen die Auswahl der geeigneten Membranmodule für den jeweiligen Einsatzfall.

Prozessbeispiele
* Abtrennen von CO2
Das CO2 als Treibhausgas abzutrennen und es entweder zu deponieren oder zu verarbeiten  ist eine Schlüsseltechnologie für den Klimawandel.
Durch die Membrantechnologie kann dieser Prozess wirtschaftlicher erfolgen als durch andere bisher eingesetzte Verfahren.
Der Einsatz ist z.B. vorgesehen bei fossilen Kraftwerken, Zementwerken, Stahlwerken oder Biogas.
Die Membranmodule sind dabei in einer technologischen Anlage Bestandteil eines Prozesses der Aufbereitung der Abgase, wobei Staub und Wasser vor dem Membranmodul entfernt werden.

* Abtrennen von H2
Eine zentrale Aufgabe bei der Energiewende besteht darin, Öl und Gas als Energieträger durch Wasserstoff zu ersetzen.
Durch die Membrantechnologie besteht auch hier die Möglichkeit wirtschaftlicher gegenüber bisherigen Verfahren zu arbeiten.
Der Einsatz ist z. B. Vorgesehen für die Separierung von Wasserstoff aus Erdgas und bei der Gastrocknung nach der Elektrolyse

* Höhere Kohlenwasserstoffe
Die Anwendung der Membrantechnologie bei der Rückgewinnung organischer Dämpfe wurde an einem Beispiel aus der Polymerherstellung erläutert. Dabei fällt ein mit Wasser und Hexandampf beladener Stickstoffstrom an. Über ein Membranverfahren können die Dämpfe abgetrennt und nach Verdichtung verflüssigt werden. Aufgrund der Nichtmischbarkeit der wässrigen und organischen Phase kann so ein reiner Stickstoffstrom sowie zwei flüssige Produktströme zur Schließung des Produktkreislaufs genutzt werden.

* Weitere Anwendungen
Im Vortrag wurden noch weitere Anwendungen der Membrantechnologie bei technologischen Verfahren vorgestellt.
So z.B. die Abscheidung von COaus Ethylen bei der Herstellung von Ethylenoxyd.

Anlagentechnik
Im Vortrag wurde die Anlagentechnik für die verschiedenen Einsatzfälle vorgestellt. Die Realisierung erfolgt durch Unternehmen der Anlagentechnik bei denen die Membranmodule ein Bestandteil der Gesamtanlage sind.

Kontakt: torsten.brinkmann@hereon.de

Lothar Starke
Leiter des Arbeitskreises Innovative Technologien im
Unternehmerverband Brandenburg – Berlin e.V.

Foto: Industriemuseum Region Teltow

Deutsche Multispektralkamera revolutioniert Klimabeobachtung

Neues aus dem Industriemuseum

Am 13. August 2025 ist der Sattelhit Metop-SGA1 der europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten EUMETSAT mit einer Ariane 6-Rakete vom Kourou aus gestartet. An Bord befindet sich ein hochmodernes Messinstrument, die Multispektralkamera „METimage“. Sie wird die Wettervorhersagen in Europa und weltweit bis zu zehn Tage im Voraus verbessern.
Die Entwicklung und der Bau wurden von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert und durch das Bundesministerium für Verkehr zusammen mit EUMETSAT finanziert. METimage wurde durch Airbus Defence and Space Deutschland zusammen mit über 50 Kooperationspartnern entwickelt und gebaut.

Revolutionäre Technologie für präzise Messdaten
METimage operiert aus 830 Kilometer Höhe und scannt alle 1,7 Sekunden einen 2.560 Kilometer breiten Bodenstreifen mit einer Auflösung von 500 Metern pro Bildpunkt.
Das wird durch einen rotierenden Spiegel ermöglicht, der die gesamte Erdoberfläche alle zwölf Stunden abtastet.
Neben Detektoren, die im sichtbaren Spektralbereich arbeiten, sind Infrarot-Detektoren, die bei Temperaturen unter minus 200 Grad Celsius betrieben werden.
METimage nimmt hierdurch 20 verschiedene Spektralkanäle in einem Bereich von 443 Nanometern bis 13.345 Mikrometern auf.
Sowohl in Bezug auf die Anzahl der spektralen Kanäle, als auch auf die geometrische Auflösung stellt dies erhebliche Verbesserung gegenüber vorherigen Instrumenten dar.
Dank dieser Technik kann METimage Wolken, Wasserdampf und Aerosole, Temperaturen von Land- und Ozeanoberflächen, Eisbedeckung, Vegetation sowie Brände hoch genau messen.
Durch die hochwertigen METimage-Bilddaten wird es Experten weltweit möglich sein, deutliche Verbesserungen für die Wetter- und Klimavorhersage zu erzielen.

Airbus Defence and Space
Airbus Defence and Space ist eine Division der Airbus Group, spezialisiert auf militärische Luftfahrt, militärische und zivile Raumfahrtsysteme sowie Kommunikationstechnologie für
Verteidigung und Sicherheit.

Das Unternehmen teilt sich in drei Sparten auf:
Military Aircraft, verantwortlich für fighter aircrafts, airlifters, aerial refueling tankers und airborne warfare systems
– Globaler Angriff
– Mobilität
– Überwachung und Gefecht
– Raketen und unbemannte luftgestützte Systeme

Space Systems, verantwortlich für Space Exploration, Space Launch Systems, missile defence, satellites, andere networking services sowie Orion Multi-Purpose Crew Vehiclesund Space-Station-Programme
– Informationslösungen
– Strategische Raketenabwehrsysteme
– Netzwerk und taktische Systeme
– Weltraum- und Geheimdienstsysteme
– Weltraumerkundung

Communbications, Intelligence and Security, verantwortlich für „providing intelligence to various governmental agencies“
– Sicherstellung von Kommunikationslösungen für Militär, öffentliche Hand, institutionelle Akteure und Nutzer.

Standorte in Deutschland:
Backnang, Berlin, Bremen, Immenstaad am Bodensee, Jena, Kiel, Koblenz, Köln, Lampolshausen, Manching, Taufkirchen, Potsdam, Sulzbach, Trauen und Ulm.

Im Ausland befinden sich Standorte in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Schweiz und den Niederlanden.

Quelle: DLR und Airbus

Lothar Starke
Vorsitzender

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Foto: Industriemuseum Region Teltow

Brandenburgischer Innovationsgutschein – Start – Antragstellung

Sehr geehrte Damenund Herren,

heute freue ich mich Ihnen mitteilen zu dürfen, dass nunmehr die Beantragung des Förderprogramms Brandenburgischer Innovationsgutschein (BIG) bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) möglich ist (siehe Anlage).   

Ab sofort können Unternehmen und Handwerksbetriebe Zuschüsse für betrieblichen Innovationsprojekte sowie Transferprojekte bei der ILB beantragen.

Alexandra Bläsche

Dr. Alexandra Bläsche
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz
Leiterin Referat 22 – Innovationspolitik, Technologieförderung
Haus 8a | Heinrich-Mann-Allee 107 | 14473 Potsdam
Tel. 0331 866 1554
E-Mail: alexandra.blaesche@mwaek.brandenburg.de

Pressemitteilung BIG Start Antragstellung

Text: Alexandra Bläsche

Foto: pixabay