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Industriemuseum: Punktwolken, Radar und Laser

Punktwolken, Radar und Laser: Neue Perspektiven auf eine dynamische Erde

Das war das Thema für einen Vortrag, den Herr Prof. Dr. Bodo Bookhagen, Universität Potsdam, Institut für Geowissenschaften am 14. April 2026 im Industriemuseum Teltow gehalten hat.
Herr Prof. Dr. Bookhagen ist Leiter des Bereiches Fernerkundung.

Der Vortrag erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen des Vereins Industriemuseum Region Teltow e.V. und des Unternehmerverbandes Brandenburg – Berlin e.V.

Das Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam
Die Geowissenschaften untersuchen die Kräfte und Prozesse, welche die Umgestaltung unseres Planeten seit mehreren Milliarden Jahre antreiben, Ozeanbedecken und Gebirge entstehen lassen und sie wieder zerstören.
Hierzu gehören die Analyse der Entstehung von Rohstoffen und ihre Aufspürung mit modernsten Aufnahmetechniken, die Einschätzung von Naturgefahren und Georisiken, die Evolution der Organismen und ihre Beziehung zur festen Erde sowie in zunehmendem Maße die Auswirkungen menschlichen Handelns und des globalen Wandels auf die Erdoberfläche, unser Habitat.

Die Gruppe Fernerkundungs-Erdoberflächenprozesse untersucht die physikalischen, klimatischen und ökologischen Kräfte, die die Erdoberfläche prägen.
Die Forschung umfasst eine breite Palette von räumlichen und zeitlichen Skalen – von der Überwachung der subjährlichen, unterirdischen Bodenverformung mit dem Synthetic Aperture Radar (SAR) über die Untersuchung der topografischen Entwicklung im kontinentalen Maßstab über Jahrzehnte mit Satellitenklimadaten und digitalen Höhenmodellen bis hin zur Rekonstruktion von Millennial-Erosion und Sedimenttransport mit kosmogenen Radionukliden (CRN).

Die Grundlagen für die Fernerkundung
Herr Prof. Dr. Bookhagen hat sich in seinem Vortrag auf Punktwolken (Lidar und Fotogrammetrie) sowie Radarfernerkundung (InSAR) konzentriert und deren Integration diskutiert. Mit Fallbeispielen aus verschiedenen geowissenschaftlichen Kontexten wurde die Anwendung dieser Methoden veranschaulicht.

LiDAR (Light Detection and Ranging) ist eine Fernerkundungstechnologie, die Laserstrahlen nutzt, um Entfernungen zu Objekten präzise zu messen und 3D-Umgebungsmodelle zu erstellen.
Durch die Analyse reflektierter Pulse ermöglicht es hochauflösende Kartierungen und Objekterkennungen.

Punktwolken sind das Ergebnis wiederholter Messungen die in einer Datenstruktur, einem Gitter, als eine zweidimensionale oder mehrdimensionale Matrix (array) dargestellt werden.
Jede Punktposition besitzt einen Satz kartesischer Koordinaten (XYZ) sowie weitere Attribute (z.B. spektrale Informationen, Laserimpuls-Matriken oder Nachbarschaftsinformationen.

Anwendungsbeispiel Umwelt
Durch unterschiedliche Wellenlängen können spezifische Informationen erreicht werden, dazu werden folgende Wellenlängen genutzt:
* X-Band 3 cm
* C-Band 6 cm
* L-Band 24 cm
* P-Band 65 cm

Klassifizierung von Vegetation
Durch LiDARA- Messungen kann die Vegetation in ihrem unterschiedlichen Aufbau von der Baumkrone über der Stamm bis zum Erdboden aufgeschlüsselt werden und auch die Bestimmung unterschiedlicher Baumarten und ihr Vital-zustand ist möglich.
Mit der Erfassung weiterer Objekte eines Gebietes wie Gebäude und Straßen entsteht die genaue Klassifizierung eines Gebietes, im Vortrag wurde das an einem Bereich von Berlin vorgestellt.
Solche LiDA Dateien sollen alle 5 Jahre aufgenommen werden, um die Veränderungen zu dokumentieren.

Geothermie
Im Vortrag wurde das Olkaria Geothermische Feld in Olkaria in Ost-Afrika behandelt bei dem seit 1950 eine geothermische Nutzung erfolgt. Seit 1981 wird Strom produziert, derzeit mit 278 MW.
Durch eine Bohrung strömt das heiße Wasser mit eigenem Druck an die Oberfläche, das austretende Wasser wurde bisher nicht in den Erdboden zurückgeführt.
Seit 2016 erfolgen kontinuierliche Messungen, durch diese wurde festgestellt, das eine 10 Km breite Absenkung über dem Operationsgebiet besteht mit einer Absenkung von ca. 2,5 cm pro Jahr und einem Druckabfall von 1 – 2 bar pro jahr.
Als Ursache wurde ermittelt, das die Entnahme großer Fluidmengen zu einem Volumenverlust im Untergrund führt. Als Konsequenz wird eine Rückführung des entnommenen Wassers in den Boden vorbereitet.

Beobachtungen der dynamischen Erde
In dem Vortrag wurden Beispiele der dynamischen Entwicklung ausgewählter Regionen der Erde vorgestellt. Ein Beispiel ist die Entwicklung der Erdbewegungen in der Türkei durch die Afrikanische, Anatolische und Eurasische Platte.

Kontakt: bodo.bookhagen@uni-potsdam.de

Lothar Starke
Leiter des Arbeitskreises Innovative Technologien im
Unternehmerverband Brandenburg – Berlin e.V.

Foto: Industriemuseum Region Teltow e.V.

Bericht als PDF

PM der IG: Berlin – wir haben ein Problem: Spritpreise außer Kontrolle

Die anhaltend hohen Spritpreise entwickeln sich für viele Unternehmen und Beschäftigte zu einer immer größeren Belastung. Die Interessengemeinschaft Ostdeutscher Unternehmerverbände kritisiert die Bundesregierung deshalb mit aller Deutlichkeit:

Während Betriebe, Beschäftigte und Familien unter immer weiter steigenden Kosten leiden, bleibt aus Berlin erneut nur Untätigkeit, Schönfärberei und politische Hilflosigkeit. Tausende Insolvenzen drohen.

Präsident Matthias Kunze vom Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin: „Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe, Transportunternehmen, Pflegedienste und all jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jeden Tag auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, um überhaupt ihrer Arbeit nachgehen zu können. Die wirtschaftlichen Warnsignale sind unübersehbar. Die Insolvenzen erreichen erneut Höchststände und die Zahl der Firmenabmeldungen liegt noch darüber. Wir hören hierzu tagtäglich besorgniserregende Berichte aus der Unternehmerschaft. Das ist ein alarmierendes Zeichen für den Zustand unseres Wirtschaftsstandortes.“

Wer die Leistungsträger Deutschlands immer weiter mit steigenden Kosten belastet, gefährdet nicht nur einzelne Unternehmen, sondern Wertschöpfung, Versorgung, Arbeitsplätze und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität ganzer Regionen.

Statt endlich wirksame Entlastungen auf den Weg zu bringen, schaut die Bundesregierung dem Preisdruck tatenlos zu. Kleine und mittlere Unternehmen stehen seit Monaten unter massivem Druck. Ihnen fehlen Aufträge und damit die Einnahmen. Die Belastungen steigen weiter oder verharren auf einem Niveau, das für viele Betriebe nicht mehr tragbar ist.

Versprochene Effekte aus den enormen Sonderschulden des Bundes lassen zudem auf sich warten. Um die Wirtschaft zu stützen, läuft jedoch die Zeit davon.

Besonders hart trifft es jene, die keine Ausweichmöglichkeiten haben: Handwerksbetriebe, die täglich zu ihren Kunden fahren müssen. Pflegedienste, die auf dem Land eine unverzichtbare Versorgung sicherstellen. Transport- und Logistikunternehmen, die Waren und Materialien bewegen. Und nicht zuletzt tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die morgens ins Auto steigen müssen, um überhaupt ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Sie alle werden von der Bundesregierung mit ihren Problemen allein gelassen. Die Folgen sind längst sichtbar. Immer mehr Unternehmen kämpfen schlicht ums Überleben. In der ohnehin angespannten Lage werden die überhöhten Spritpreise zu einer existenziellen Bedrohung.

Es ist nicht länger akzeptabel, dass die Bundesregierung dieser Entwicklung nichts Wirksames entgegensetzt. Wer ständig über Transformation, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung spricht, darf die akuten Sorgen der Betriebe nicht ignorieren.

Dr. Burkhardt Greiff, Sprecher der Interessengemeinschaft Ostdeutscher Unternehmerverbände fordert die Bundesregierung auf, endlich entschlossener zu handeln und spürbare Entlastungen auf den Weg zu bringen. Nach Jahren der Krise und ohne Wirtschaftswachstum sind befristete Tankrabatte und Prämien nur kosmetische Anpassungen.

Wir fordern endlich tiefgreifende Reformen auf den Weg zu bringen. Milliardenschulden mittels Sondervermögen lösen keine Probleme, sie schaffen neue.                                                           

Dr. Burkhardt Greiff
Sprecher der Interessengemeinschaft der
Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin

Pressemitteilung als PDF

Foto: Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin

Neue UVBB-Broschüre – jetzt digital verfügbar

Hier finden Sie unsere neue Broschüre.

Sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer, sehr geehrte Netzwerkpartner und Interessierte,

der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. (UVBB) freut sich, Ihnen unsere neueste Broschüre präsentieren zu dürfen. Sie bietet Ihnen kompakt und praxisnah Einblicke in unsere aktuellen Schwerpunkte, Positionierungen und Angebote – speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse der brandenburgischen und Berliner Wirtschaft.

Warum lohnt sich ein Blick?

Die Broschüre informiert Sie über:

  • Unsere zentralen wirtschaftspolitischen Forderungen und Initiativen
  • Aktuelle Projekte zur Stärkung des Mittelstands und der regionalen Vernetzung
  • Praktische Unterstützungsangebote für KMU, Start-ups und Selbstständige
  • Die Vorteile einer UVBB-Mitgliedschaft für Ihr Unternehmen

Industriemuseum: Die Elektro-Mechanische Bremse bei Schienenfahrzeugen

Neues vom Industriemuseum

Die Elektro-Mechanische Bremse bei Schienenfahrzeugen
In konventionellen pneumatischen oder hydraulischen Bremssystemen wird das Medium Luft
oder Hydrauliköl zur Erzeugung und Übertragung von Bremssignal und Bremskraft genutzt.
Ein komplexes System aus Kompressoren, Druckluftbehältern und -leitungen oder Hydraulik ist zu diesem Zweck im Fahrzeug installiert.
Als bewährtes, zuverlässiges und stabiles System wird die pneumatische Bremse dem Schienenverkehr auf absehbare Zeit erhalten bleiben.
Technologisch sind neue Entwicklungen mit großen Herausforderungen verbunden. Die
Fahrzeughersteller und Betreiber fordern größere und schnellere Technologieschritte hinsichtlich leichterer und energiesparender Fahrzeuge mit höheren Wirkungsgraden, Verfügbarkeit sowie verbesserter Bremsperformance.
Weitere Anforderungen stellen gesenkte Lebenszykluskosten durch wartungsarme Systeme mit erhöhter Diagnosefähigkeit inklusive Einbettung in eine moderne Cyber-Security-Architektur dar.
Der „Airless Train“ gilt perspektivisch als potenzielle Lösung für diese Vielzahl von Anforderungen.
Mit der Verwendung von elektrischem Strom als Energieträger und Signalgeber stellt die EM-Bremse hierbei einen Schlüsselfaktor dar. Aber bereits auch vor der Technologiereife eines vollständig „luftlosen“ Zuges entfalten die Brake-by-wire-Technologiie signifikante Vorteile.
Fahrzeugbauer profitieren von Gewichts- und Raumersparnis, Betreiber von der gesteigerten
Bremsperformance. Diese eröffnet nicht nur das Potential Taktungen von Zügen zu verkürzen und bestehende Schieneninfrastruktur besser auszunutzen, sondern ermöglicht auch die schnellere Betriebsbereitschaft von Zügen.

Architektur der Elektro-Mechanischen (EM)-Bremse und Funktionalität im Betrieb
Eine solche elektrische Brake-by-wire-Technologie setzt Knorr-Bremse mit einer Grundarchitektur aus elektronischer Bremssteuerung (BCU), elektro-mechanischen Bremszangen mit jeweils eigener Elektronik und eigenem Elektromotor sowie systeminternen elektrischem Energiemanagementsystem um.
Ansteuerung und Rückmeldung erfolgen in dem vollaktiven System über den Fahrzeugbus und fest verdrahtete Verkabelung.
Die Steuerbarkeit liegt dabei auf Aktuatorenlevel, die unmittelbare Verfügbarkeit auf Ebene der Achsen. In der Servicebremse wird der vom Fahrzeug angeforderte Bremssollwert an der elektronischen Bremssteuerung eingelesen. Unter Einbeziehung der Bremskraft der elektro-dynamischen Bremse, Lastkorrektur und Gleitschutz übermittelt die Bremssteuerung den Bremskraft-Sollwert via Bus an die jeweiligen elektrophil-mechanischen Bremszangen. Diese setzen den Bremssollwert um und melden die entsprechenden Diagnosedaten über die Bremssteuerung an das Fahrzeug zurück.
Eine Schnellbremsanforderung gelangt dagegen hartverdrahtet über die Schnellbremsschleife direkt an sämtliche Bremsaktuatoren im Zug. Bei angeforderter Schnellbremse wird der Sollwert entsprechend der projektspezifischen Konfiguration unabhängig an jeder Bremszange last-und gleitschutzkorrigiert über die aktuator -interne Elektronik und den Elektromotor eingeregelt.
Die entsprechenden Diagnosedaten gelangen sowohl via Bus als auch hartverdrahtet zurück an das Fahrzeug.
Das EM-Bremssystem ist so gestaltet, dass sowohl im Normalbetrieb als auch im Fehlerfall eine vollwertige Regelung der Bremse sichergestellt ist.
Eine ähnliche Architektur liegt auch bei der Feststellbremse vor. Die Anforderung zum Anlegen bzw. lösen liest das EM-Bremssystem an jeder Bremszange des Zuges ein. Nach erreichtem Sollwert wird die Feststellbremse auf unbestimmte Zeit mechanisch verriegelt. Somit ist auch bei energielosem Zustand ein Wegrollen des Fahrzeugs unter allen Umständen sicher verhindert. Gelöst wird die Feststellbremse per Signal über die entsprechende „Trainlinie“.

Vorteile des EM-Systems
Die verbesserte Performance eines EM- Bremssystems endet nicht bei der unmittelbaren Bremsdynamik, sondern bietet auch Möglichkeiten zur Optimierung heutiger Funktionalitäten.
Ihre deutlich reduzierte Ansprechzeit schafft Optimierungspotential bei einem für niedrige Kraftschlussbedingungen ausgelegten Gleitschutz. Zu Betriebsbeginn verkürzt es Aufrüstzeiten, da die Kompressoren das Luftsystem erst auf Betriebsdruck bringen müssen. Stattdessen ist die EM-Bremskraft mit dem Anschalten der Fahrzeugelektronik verfügbar. Auch die obligatorische Bremsprobe lässt sich entsprechend automatisiert mit der EM-Bremse neu denken. Der heute zeitaufwendige Überprüfungsprozess könnte optimiert werden und der Zug ist schneller fahrbereit.

Entwicklungsstand
Die Betriebserprobung der EM-Bremse hat Knorr-Bremse in das europäische Innovationsprogramm Europes Rail Joint Undertaking (ERJU) eingebettet Im Rahmen ausführlicher Feldversuche wurden wertvolle Betriebsdaten gewonnen, unter anderem hinsichtlich Service- und Schnellbremsungen mit Gleitschutz, Bremsungen mit Weichenüberfahrung sowie bei der Parkbremsung.
Im nächsten Schritt soll ein kompletter Zugverband mit einem EM-Bremssystem getestet werden. Ab dem Jahr 2026 könnte die Technologie den gesamten Vollbahnbereich abdecken.

Quelle. Knorr-Bremse (Gekürzt)

Lothar Starke
Vorsitzender

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Foto: Industriemuseum Region Teltow

Potsdamer Ausbildungs- und Praktikumsführer 2027

Unternehmen aufgepasst:
Jetzt für den Potsdamer Ausbildungs- und Praktikumsführers 2027 anmelden!

Die neue Ausgabe des Potsdamer Ausbildungs- und Praktikumsführers steht in den Startlöchern – und Unternehmen können sich ab sofort wieder beteiligen. Bis zum 30. Mai 2026 haben Betriebe und Institutionen die Möglichkeit, sich mit einem Kurzprofil sowie ihren Angeboten für Ausbildung, duales Studium, Praktika oder Ferienjobs einzutragen.

Der Ausbildungs- und Praktikumsführer wird einmal jährlich von der Landeshauptstadt Potsdam gemeinsam mit den Partnern im Fachkräfteforum Potsdam veröffentlicht. Ziel ist es, die vielfältige Potsdamer Unternehmenslandschaft sichtbar zu machen und Jugendlichen Orientierung auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu geben. Neben Unternehmensprofilen bietet die Broschüre kompakte Informationen rund um Berufs- und Studienorientierung – etwa zu Praktika, Ferienjobs, Freiwilligendiensten oder Auslandsaufenthalten.

Der Ausbildungs- und Praktikumsführer wird an alle weiterführenden Schulen in Potsdam verteilt und auf Berufsorientierungsmessen ausgelegt. Schülerinnen und Schüler erhalten so einen einfachen Überblick über Unternehmen in Potsdam und mögliche berufliche Perspektiven vor Ort. Gleichzeitig dient die Broschüre Schulen als Arbeitsmaterial für die Berufsorientierung und Eltern als hilfreiche Orientierung bei der Suche nach regionalen Angeboten.

Jetzt mitmachen:
Füllen Sie einfach bis zum 30. Mai 2026 das Anmeldeformular aus unter
www.potsdam.de/ausbildungsfuehrer

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Wirtschaftsförderung Potsdam unter 0331-289 2821 oder senden Sie uns einfach eine E-Mail.

Foto und Text: Landeshauptstadt Potsdam, Wirtschftsförderung

Firmenkontaktmesse der TH Brandenburg am 10.06.26

Die Firmenkontaktmesse 2026 der Technischen Hochschule Brandenburg bietet Ihnen am 10. Juni 2026 die Möglichkeit, Ihre offenen Positionen, Praxisangebote und Karrieremöglichkeiten direkt vor Ort zu präsentieren – persönlich, zielgerichtet und im direkten Austausch.

Warum sich Ihre Teilnahme lohnt:

✔ Sichtbarkeit Ihrer Arbeitgebermarke auf dem Campus
✔ Direkte Gespräche mit qualifizierten Studierenden und Absolvent:innen
✔ Konkrete Recruiting-Möglichkeiten über Jobwall & Stellenportal
✔ Zusätzliche Ansprache regionaler Schülerinnen und Schüler
✔ Kompakter Messezeitraum (10–15 Uhr)

Ob Praktikum, Werkstudierendenstelle, Direkteinstieg oder duale Perspektiven – die FKM bringt Sie mit motivierten Nachwuchskräften zusammen.

Alle Informationen zu Leistungspaketen und Buchung finden Sie hier:
https://www.th-brandenburg.de/karriere/firmenkontaktmessen/fkm-2026/

Wir freuen uns, wenn Sie Teil der FKM 2026 werden und stehen für Fragen oder eine individuelle Beratung gern zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Marie Darmer & Franciska Lück
Organisationsteam der THB-Firmenkontaktmessen

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Franciska Lück – Dipl.-Betriebswirtin (FH)
Marie Darmer – B.A.
Technische Hochschule Brandenburg/University of Applied Sciences
Hochschulzentrum Studierendenservice / Career Service
Magdeburger Straße 50, 14770 Brandenburg an der Havel

T (+49) 3381 355 251 (Franciska Lück)
T (+49) 3381 355 781 (Marie Darmer)
E fkm@th-brandenburg.de
https://www.th-brandenburg.de/karriere/firmenkontaktmesse/

Foto und Text: Technische Hochschule Brandenburg


Industriemuseum: Große Zukunft für kleine Satelliten

Neues vom Industriemuseum

Große Zukunft für kleine Satelliten
Kleinsatelliten sind vielfältig in Form und Größe. Manche von ihnen sind nur so groß wie eine Streichholzschachtel, aber ihnen gehört die Zukunft der Raumfahrt, Der kleinste von ihnen, der würfelförmige Pocket Cube, besitzt lediglich eine Kantenlänge von fünf Zentimetern.
Die Stars der Familie sind aber die CubeSats. Mit einer Kantenlänge von zehn mal zehn Zentimetern sind sie für viele unterschiedliche Aufgaben im Raumfahrtbereich einsetzbar, können preisgünstig in industriellen Maßstab produziert, und zu modularen Systemen von nahezu beliebiger Größe kombiniert werden.
Über ihre Gestalt hinaus werden Kleinsatelliten nach Gewicht in verschiedene Klassen wie etwa Piko-, Nano-, Mikro- oder Mini-Satelliten eingeteilt. Doch so unterschiedlich die Mitglieder dieser Familie in Größe, Gewicht und Funktion auch sind, ihre Masse ist nicht größer als 500 Kilogramm.

Mehr als 9.000 Kleinsatelliten ins All gestartet
Kleinsatelliten werden bereits heute in fast allen klassischen Bereichen der Raumfahrt verwendet: Sie beobachten die Erde, erforschen den Weltraum oder ermöglichen Anwendungen in der Kommunikation und Internetzugriff auch in abgelegenen Regionen der Welt.
Wie hoch der Bedarf an den Kleinen ist, zeigen die aktuellen Zahlen: in den Jahren 2015 bis 2024 wurden mehr als 9.000 Kleinsatelliten in den Orbit gestartet, Darunter befinden sich einzelne Forschungssatelliten ebenso wie kleine Formationen oder Kommerzielle Satellitenschwärme.

Geplante Einsätze von Kleinsatelliten
Viele weitere Kleinsatellitensysteme sind derzeit in Planung oder bereits im Aufbau. Sie sollen z.B. für die Waldbranddetektion eingesetzt werden. Dabei zeigt sich ein Vorteil der Kleinen gegenüber ihren großen Geschwistern, wie etwa den Sentinel-Satelliten aus dem europäischen Copernicus-Erdbeobachtungsprogramm: Während die Sentinels höchstens einmal am Tag eine bestimmte Region überfliegen, wird das OroraTech-System mit seiner Flotte an Kleinsatelliten täglich fünf Überflüge leisten können.

Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Beobachtung der Ozeane. Hier können Formationen von kleinen Radarsatelliten eingesetzt werden, um Wellen zu detektieren und in 3D zu erfassen, durch die die internationale Schifffahrt sicherer wird.

In Zukunft sollen Kleinsatelliten zunehmend auch sicherheitsrelevante Aufgaben im zivilen und militärischen Bereich übernehmen und dabei helfen, die Umsetzung politischer Maßgaben wie etwa das Pariser Klimaabkommen, nachzuweisen.
Das wohl bekannteste Netzwerk aus Kleinsatelliten, das die Erde umkreist, ist die Starlink-Flotte der US-amerikanischen Firma SpaceX. Neben der zivilen Nutzung wird sie auch zur Aufklärung in Kriegs- und Krisengebieten eingesetzt.
Die Erkenntnis, wie riskant die Abhängigkeit von Partnern, mehr noch von einzelnen kommerziellen Raumfahrtakteuren sein kann, hat sich in einer Zeit weltweit zunehmender politischer Instabilität auch in Europa durchgesetzt.
Inzwischen gibt es Pläne, das Satellitensystem des französischen Satellitenbetreibers Eutelsat massiv auszubauen, um technologisch unabhängiger zu sein.
Doch der Weg ist noch weit: So verfügt die Eutelsat-Flotte mit rund 650 Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn über ein sehr viel kleineres Kontingent als das Starlink-System mit mehr als 7.000 Orbitern. Auch technologisch ist das US- System weiter fortgeschritten.

Neue Weltraum-Technologien testen
Unter dem Namen CAPTn (Cubesat to Accomodate ayloads and Technology Experiments) hat das DLR ein Programm gestartet, bei dem neue Weltraumtechnologien auf CubeSats direkt vor Ort im All getestet werden. Dabei müssen sie sowohl der Belastungen durch Vibration beim Start als auch die Umweltbedingungen im Weltraum überstehen. Der erste Satellit der geplanten Serie, CAPTn-1wird voraussichtlich 2026 mit einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien ins All starten und dann zwei Jahre lang die Erde umkreisen.

Quelle: DLR (Gekürzt)

Lothar Starke
Vorsitzender

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Foto: Industriemuseum

Meisterleistung braucht Meisterschutz

Ihre Arbeit ist unverzichtbar: Sie planen, installieren und modernisieren – und stehen dabei täglich unter Strom. Mit dieser großen Verantwortung gehen jedoch auch erhebliche Risiken einher. Ein kleiner Fehler kann schnell gravierende und teure Folgen haben, die ohne den richtigen Schutz existenzbedrohend sein können.

Der fatale Kurzschluss
Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Gesellen ist bei der Installation einer neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Kunden. Durch eine winzige Unachtsamkeit beim Verpressen einer Verbindung kommt es zu einem unbemerkten Fehler. Wochen später führt dieser zu einem Kurzschluss und einem Schwelbrand im Dachstuhl. Das Feuer wird zwar schnell gelöscht, aber der Schaden ist immens: Teile des Dachs müssen erneuert werden und die empfindliche Elektronik des angeschlossenen Smart-Home-Systems ist durch die Überspannung zerstört. Der Kunde fordert umgehend Ersatz und macht Sie für den gesamten Schaden haftbar.

Sicherheit, die Vertrauen schafft – für Sie und Ihre Kunden
Genau für solche Fälle ist eine leistungsstarke Betriebshaftpflichtversicherung das Fundament eines jeden gesunden Handwerksbetriebs. Sie ist Ihr finanzielles Sicherheitsnetz und schützt Sie vor den oft ruinösen Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Die SIGNAL IDUNA bietet hierfür passgenaue Deckungskonzepte, die speziell auf die typischen Haftungsquellen im Elektrohandwerk zugeschnitten sind.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Existenzsicherung: Schutz Ihres betrieblichen und privaten Vermögens vor hohen Schadenersatzforderungen.
  • Rechtssicherheit: Die Versicherung prüft alle gegen Sie gerichteten Ansprüche. Unberechtigte Forderungen werden konsequent abgewehrt – notfalls auch vor Gericht. Das spart Ihnen Zeit, Nerven und teure Anwaltskosten.
  • Vertrauensgewinn: Eine solide Absicherung signalisiert Ihren Kunden und Geschäftspartnern ein Höchstmaß an Professionalität und Seriosität.
  • Starker Arbeitgeber: In Zeiten des Fachkräftemangels positionieren Sie sich als verantwortungsbewusster und sicherer Arbeitgeber, der für sein Team sorgt. Das schafft Vertrauen und macht Sie attraktiv für die besten Köpfe der Branche.

Lassen Sie nicht zu, dass ein unvorhergesehenes Ereignis die Zukunft Ihres Betriebs gefährdet. Sorgen Sie vor, damit Sie sich voll und ganz auf das konzentrieren können, was Sie am besten können: erstklassige Arbeit leisten.

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Weitere Infos:

SIGNAL IDUNA Gruppe
Gebietsdirektion Berlin
Bismarckstr. 101
10625 Berlin

Mail: gd.berlin@signal-iduna.de

Foto und Text: SIGNAL IDUNA

Industriemuseum: Neuartiges Folienmaterial aus dem Biokunststoff PLA

Neuartiges Folienmaterial aus dem Biokunststoff PLA
Flexible Einwegfolien wie Tragetaschen oder Müllsäcke werden hauptsächlich aus erdölbasiertem Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) hergestellt. Sie besitzen jedoch einen großen CO2-Fußabdruck und tragen zur Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle bei. Einem Team des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP ist es gelungen, ein flexibles und recycelbares Folienmaterial auf Basis des Biokunststoffs Polyactid (PLA) zu entwickeln und dessen Kommerzialisierung zu ermöglichen. Dafür wurden die Forschenden mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis ausgezeichnet.

Nachhaltigkeit von Kunststoffmaterialien
Im Kontext der Nachhaltigkeit von Kunststoffmaterialien spielen Recycling und Defossilierung eine entscheidende Rolle. Idealerweise können Kunststoffe nach ihrer Nutzung in ihre Grundbausteine zerlegt und daraus neue Kunststoffe mit gleichen Eigenschaften hergestellt werden. Doch im Kreislauf von Herstellung, Nutzung und Wiederverwendung entstehen Materialverluste. Für eine zunehmend zirkuläre Ökonomie müssen diese durch nicht-fossile Rohstoffe ausgeglichen werden. Dies ist jedoch nicht ganz einfach, denn meist gibt es für fossile Kunststoffe keine biobasierten Analoga mit gleichen Materialeigenschaften. Durch Zusatz von verschiedenen Additiven können diese Eigenschaften zwar verbessert werden, die Zuschlagstoffe stören allerdings im weiteren Lebenszyklus das Recycling. Außerdem sind sie nicht immer günstig, zum Teil umweltschädlich und vor allen nicht biobasiert.

Material- und Prozessentwicklung auf der Basis von PL
Der Biopolyester PIA liefert vielversprechende Ansätze zur Lösung dieser Problematik.
Er ist biobasiert, bioabbaubar, gut recycelbar und hat im Bereich der Biokunststoffe eines der stärksten Marktpotentiale. Aufgrund seiner hohen Steifigkeit ist er prädestiniert für Hartverpackungen wie Einwegbecher, eignet sich aber nicht für die Herstellung flexibler Einwegverpackungen wie Tragetüten, die zu den Hauptverursachern von Einweg-Kunststoffabfällen gehören. Im IAP wurden Weichmacher, sogenannte Polyether, direkt in die Polymerkette eingefügt, um das Material dauerhaft flexibler zu machen. Polyether sind nicht toxisch, kommerziell verfügbar und können auch biobasiert hergestellt werden.

Nachhaltiger, flexibler Kunststoff mit großem Potential
Das Ergebnis ist ein neuartiges, flexibles PLA-Material, das ohne den Einsatz von migrierenden Weichmachern auskommt und im Gegensatz zu LDPE zu mindestens 90 Prozent biobasiert ist, wobei perspektivisch 100 Prozent möglich sind. Außerdem lässt sich das Material kostengünstig aus kommerziellen Rohstoffen in reinem einfachen Syntheseprozess herstellen, Dieser verlangt keine großvolumigen Syntheseanlagen, sondern kann lokal auch durch mittelständische Unternehmen als kontinuierlich betriebener Prozess betrieben werden. Das neuartige PLA-Material ist auch auf gängigen Verarbeitungsanlagen ähnlich wie LDPE zu Folien verarbeitbar und kann chemisch mit erheblich geringerem Energieaufwand als LDPE recycelt werden.

Durch die Firma Polymer-Gruppe wurde eine Anlage in Betrieb genommen, in der langfristig 10.000 Tonnen/Jahr des neuartigen flexiblen PLA-Materials hergestellt werden sollen.

Lothar Starke
Vorsitzender

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Unternehmerfrühstück des VB Südbrandenburg am 17.03.26

Am 17. März 2026 fand das Unternehmerfrühstück am Flugplatz Welzow statt. Über 30 Unternehmer und Interessierte folgten der Einladung.

Nach der Eröffnung durch Herr Peine, Vizepräsident des UVBB, übernahm Frank Steckling von der Flugplatzbetriebsgesellschaft Welzow mbH. Er stellte den Verkehrslandeplatz vor, der mit 54 % gewerblich (u. a. für Notfall, Rettung und Ausbildung) und 46 % privat genutzt wird. Dank der 24/7-Nutzbarkeit an 365 Tagen im Jahr ist der Platz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Der Bürgermeister von Welzow, Herr Mißbach, ergänzte mit einem Ausblick auf die Entwicklungsflächen und Herausforderungen bei der Erschließung eines neuen Gewerbeparks.

Volker Sagitz und Carsten Pötsch von der Signal Iduna informierten über die Leistungen des Versorgungswerks, zu dem die Signal Iduna als Partner gehört. Im Fokus:
Cybersicherheit: Aktuelle IT-Bedrohungen und wie Unternehmen sich vor den finanziellen Folgen von Cyberattacken schützen können.
Betriebliche Krankenversicherung (bKV): Eine Investition in die Gesundheit der Belegschaft – und damit in die Zukunft des eigenen Unternehmens.

Nach den Vorträgen blieb Zeit für Gespräche und das Knüpfen neuer Kontakte. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und gemeinsam Ideen für die Zukunft zu entwickeln.

Ein Dank geht an die Sparkasse Spree-Neiße, Direktion Spremberg, für das Catering.

Es war ein gelungener Vormittag und wir freuen uns auf das nächste Unternehmerfrühstück!

Text und Foto: VB Südbrandenburg