Alle Artikel mit dem Schlagwort: Industriemuseum Teltow

Industriemuseum: Membrantechnologie

Gasseparation mit Membranverfahren: Anwendungen aus der Umwelt- und Prozesstechnik Das war das Thema für einen Vortrag, den Herr Dr. Torsten Brinkmann vom Helmholtz- Zentrum Hereon in Geesthacht am 11. November 2025 im Industriemuseum Teltow gehalten hat. Herr Dr. Brinkmann ist Abteilungsleiter Verfahrenstechnik am Institut für Membranforschung bei Hereon. Der Vortrag erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen des Vereins Industriemuseum Region Teltow e.V. und des Unternehmerverbandes Brandenburg – Berlin e.V. Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher ForschungszentrenDie Helmholtz- Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. ist die größte deutsche Organisation zur Förderung und Finanzierung der Forschung und mit über 46.000 Mitarbeitern sowie einem Budget von 6,3 Milliarden Euro (2023) eine der größten wissenschaftlichen Forschungsorganisationen der Welt.Die Helmholtz-Gemeinschaft ist ein Mitgliedsverbund aus 18 unabhängigen  naturwissenschaftlich-technisch und biologisch-medizinisch ausgerichteten Forschungszentren.Zur Helmholtz-Gemeinschaft gehören zum Beispiel:* DESY, Deutsches Elektronen-Synchrotron Hamburg und Zeuthen* DLR, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt* GFZ, Helmholtz-Zentrum für Geoforschung Potsdam und auch* Hereon, Helmholtz-Zentrum Hereon Das Helmholtz-Zentrum HereonIm Helmholtz-Zentrom Hereon Geesthacht arbeiten rd. 1.000 Mitarbeiter, das Budget beträgt 135 Mio € pro Jahr, es ist in 14 Institute gegliedert.Das wissenschaftliche Spektrum umfasst …

Deutsche Multispektralkamera revolutioniert Klimabeobachtung

Neues aus dem Industriemuseum Am 13. August 2025 ist der Sattelhit Metop-SGA1 der europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten EUMETSAT mit einer Ariane 6-Rakete vom Kourou aus gestartet. An Bord befindet sich ein hochmodernes Messinstrument, die Multispektralkamera „METimage“. Sie wird die Wettervorhersagen in Europa und weltweit bis zu zehn Tage im Voraus verbessern. Die Entwicklung und der Bau wurden von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert und durch das Bundesministerium für Verkehr zusammen mit EUMETSAT finanziert. METimage wurde durch Airbus Defence and Space Deutschland zusammen mit über 50 Kooperationspartnern entwickelt und gebaut. Revolutionäre Technologie für präzise MessdatenMETimage operiert aus 830 Kilometer Höhe und scannt alle 1,7 Sekunden einen 2.560 Kilometer breiten Bodenstreifen mit einer Auflösung von 500 Metern pro Bildpunkt.Das wird durch einen rotierenden Spiegel ermöglicht, der die gesamte Erdoberfläche alle zwölf Stunden abtastet.Neben Detektoren, die im sichtbaren Spektralbereich arbeiten, sind Infrarot-Detektoren, die bei Temperaturen unter minus 200 Grad Celsius betrieben werden.METimage nimmt hierdurch 20 verschiedene Spektralkanäle in einem Bereich von 443 Nanometern bis 13.345 Mikrometern auf.Sowohl in …

Schuljahreskonferenz des Informationszentrums Berufs- und Studienorientierung

Am 15. Oktober führte das Informationszentrum für Berufs- und Studienorientierung (IZB) seine jährliche Konferenz mit Vertretern aus Schulen, Unternehmen, Netzwerkpartnern sowie den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Industriemuseums zur Abrechnung des alten und mit Ausblick auf das bereits laufende Schuljahr durch. Im Bericht heißt es:Im vergangenen Schuljahr konnten wir mit Projekttagen im Museum, Betriebsexkursionen, Berufs- und Studienorientierung sowie Schulmessen 2460 Schülerinnen und Schüler erreichen. Dabei umfasst unser Wirkungsbereich vor allem Schulen aus Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf, aber auch aus Potsdam, Berlin, Großbeeren, Ludwigsfelde, Wünsdorf und Dahme / Mark. Die Auszubildenden kommen seit Jahren von Arcelor Mittal Eisenhüttenstadt und natürlich vom OSZ Teltow. Dabei nutzen die Grundschulen unsere Angebote am häufigsten. Die Gymnasien haben aber in den letzten Jahren verstärkt Termine gebucht, insbesondere zur industriellen Entwicklung, zum 3D-Druck, zum Programmieren des Roboters Alpha mini und des Arduino und natürlich zur Berufs- und Studienorientierung. Insgesamt werden neben den modernen Technologien (3D, Programmieren, Erneuerbare Energien) vor allem die Entwicklung der Kommunikationstechnik, die Dampfmaschinen und Versuche zu Dichtemessungen von verschiedenen Stoffen nachgefragt. Dabei ist für die Schülerinnen und Schüler am lehrreichsten, …

Kann Deutschland den ersten Fusionsreaktor der Welt bauen?

Deutschland soll sich bei der Kernfusion weltweit an die Spitze setzen – so der Plan von Union und SPD. Der Bau des weltweit ersten Kraftwerks dieser Art wird im Koalitionsvertrag als Ziel ausgegebenen.Doch kann Deutschland das leisten? Experten zeigen sich zuversichtlich. Fakt ist, dass es aktuell weltweit keinen Fusionsreaktor gibt, der Strom produziert. „ein Land wie Deutschland, China oder die USA kann theoretisch einen funktionsfähigen Fusionsreaktor bauen“, sagt Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft. Allerdings seien die technischen, finanziellen und wissenschaftlichen Herausforderungen enorm. ZündungBisher konnte noch keine Fusion in einem Plasma aufrechterhalten werden. Dies ist jedoch Voraussetzung für ein Fusionskraftwerknach dem Prinzip der Magnetfusion. Dazu gehört der im Bau befindliche Forschungsreaktor ITER in Frankreich.Ein alternatives Konzept zur Magnetfusion ist die Laserfusion, die Ende 2022 erstmals einen lokalen Netto-Energiegewinn erzielte. Sie gilt bei manchen als vielversprechender. MaterialbelastungBei der Kernfusion tritt nicht nur enorme Hitze auf, es entstehen dabei auch schnelle Neutronen, welche das Material eines Reaktors beim Dauerbetrieb nach und nach „zerschießen“. Vor dem Bau eines Reaktors muss belastbares Material zum Teil erst …

Wie KI den Energieverbrauch explodieren lässt – und was Abhilfe schafft

Neues vom Industriemuseum Wie KI den Energieverbrauch explodieren lässt – und was Abhilfe schafftDie zunehmende Verbreitung von künstlicher Intelligenz hat die Nachfrage nach Ressourcen in Rechenzentren und damit auch den Energiebedarf deutlich steigen lassen.So wurde allein für das Training von GPT-4 , dem großen Sprachmodell von OpenAI mehr als 62 Millionen kWh an Strom verbraucht. Das entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 20.000 Haushalten in Deutschland.Aber auch die Anwendung von KI ist ressourcenintensiv. Eine Anfrage an ChatGPT verbraucht z.B. zehnmal mehr Energie als eine durchschnittliche Suche mit Google. Warum die Entwicklung und Nutzung von KI so viel Energie benötigtBei der Entwicklung und der Nutzung von KI-Modellen kommen meist spezialisierte Beschleuniger, sogenannte Graphics Processing Units GPUs zum Einsatz, die mit sehr viel Rechenkernen ausgestattet sind und große Datenmengen in kurzer Zeit parallel verarbeiten können.Von dieser Parallelverarbeitung profitieren vor allem große Sprachmodelle und andere Deep – Learning -Verfahren, die auf tiefen neuronalen Netzen beruhen. GPUs verbrauchen allerdings auch deutlich mehr Strom als herkömmliche Server-Prozessoren (CPUs). Nach Berechnungen liegt die Anschlussleistung typischer GPU-Cluster bei 30 bis 100 Kilowatt …

Industriemeister im digitalen Wandel

Neues vom Industriemuseum Industriemeister im digitalen WandelDie industrielle Produktion erfährt derzeit eine tiefgreifende Transformation. Mit der zunehmenden Verbreitung von künstlicher Intelligenz, automatisierten Systemen und datengestützten Prozessen verschieben sich neben technischen Standards auch die Rollenbilder innerhalb der Fertigung.Als Beispiel dient der Industriemeister, der sich neuen Herausforderungen in Zeiten künstlicher Intelligenz stellen muss.Die Position des Industriemeisters wandelt sich von einer handlungsorientierten Führungskraft hin zu einem Vermittler zwischen digitaler Technik, Belegschaft und Unternehmensführung. Industriemeister als ProzessversteherIn der Vergangenheit war der Industriemeister vor allem für die Umsetzung operativer Abläufe, der Leitung von Teams sowie für die Sicherstellung von Qualität und Arbeitssicherheit verantwortlich.Diese Aufgaben bleiben relevant – doch die zunehmende Digitalisierung führt dazu, dass neue Kompetenzen hinzukommen.Die Anforderungen verlagern sich: Gefragt ist nun nicht mehr nur praktisches Know-how, sondern die Fähigkeit, digitale Prozesse zu verstehen, kritisch zu begleiten und sinnvoll in bestehende Strukturen einzubinden.Mit der fortschreitenden Integration von KI-Technologien in die Produktion wird zudem ein solides Grundverständnis digitaler Systeme unerlässlich. Dabei geht es weniger um akademische Kenntnisse als vielmehr um die Fähigkeit, digitale Zusammenhänge zu erfassen, Vertrautheit mit automatisierten Abläufen, …

Methoden zur Umwandlung von Abfallmaterialien mittels Elektrochemie, 3D-Druck und Mikroorganismen

Das war das Thema für einen Vortrag, den Frau Dr. Maria Balk und Herr Dr. Mauricio Schieda vom Helmholtz-Zentrum Hereon in Teltow Seehof am 16. September 2025 im Industriemuseum Teltow gehalten haben. Der Vortrag erfolgte im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen des Vereins Industriemuseum Region Teltow e.V. und des Unternehmerverbandes Brandenburg- Berlin e.V. Das Helmholtz-Zentrum HereonDas Helmholtz-Zentrum Hereon ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung in der Rechtsform einer GmbH. Ihre Gesellschafter sind die Bundesrepublik Deutschland, die Länder Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig- Holstein sowie die Gesellschaft zur Förderung des Helmholtz-Zentrums Hereon e.V..Sitz der Gesellschaft ist Geesthacht, zu  Hereon gehören 14 Institute, zwei befinden sich auf dem Campus Teltow-Seehof. Diese Institute sind:* Das Institut für Aktive Polymere und* Das neue Institut für Funktionelle Materialien für Nachhaltigkeit, zu dem die beiden Referenten gehören. Der Verein Industriemuseum Region Teltow e.V. hat einen Kooperationsvertrag mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon Geesthacht zur Zusammenarbeit bei der Berufs- und Studienorientierung. Das Institut für Funktionelle Materialien und NachhaltigkeitDas Institut ist in folgende Abteilungen gegliedert:* Materialsynthese und Reaktivität* In Situ und Operando Charakterisierung und* Grenzflächen und Integration Die …

Airbus A220 – innovativer Mittelstreckenjet aus Kanada

Wahre Innovationen im Verkehrsflugzeugbau sind selten – echte Premieren gibt es gar nur einmal pro Jahrzehnt, wenn überhaupt.Im Single-Aisle-Segment haben Boeing und Airbus das Segment besetzt. Boeing seit der Einführung der 737 im Jahr 1967, Airbus seit dem Debüt der A320 exakt 20 Jahre später.Statt völlig neue Modelle zu entwickeln, setzen beide Hersteller auf kontinuierliche Weiterentwicklung. Der Airbus A220Einen echten Neuanfang wagte der kanadische Bombadier-Konzern aus Quebec. Mit seiner erfolgreichen Canadaair Regional Jet-Serie (CRJ) hat sich das Unternehmen seit 1991 zeitweise zum drittgrößten zivilen Flugzeughersteller der Welt entwickelt.2005 präsentierte mit der C-Serie ein gänzlich neues Konzept für 120 bis 160 Passagiere – und raf damit eine empfindliche Lücke im Produktportfolio von Boeing und Airbus.Doch bei der Entwicklung u d dem Vertrieb der innovativen Zweistrahler mit 2+3- Sitzanordnung übernahmen sich die Kanadier.Für Airbus war die Übernahme des Programms im Jahr 2017 für einen symbolische kanadischen Dollar einer der besten Deals der Firmengeschichte.Beinahe ohne eigenen Aufwand konnte der Konzern sein Portfolio um ein hochmodernes Verkehrsflurzeug erweitern und profitierte dabei von der aufwendigen Vorarbeit Bombadiers, das sich gleichzeitig …

Neue Großprojekte für die Zukunft Deutschlands

Neues aus dem Industriemuseum Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat die Shortliste für das aktuelle Priorisierungsverfahren umfangreicher Forschungs-Infrastrukturen veröffentlicht.Aus zahlreichen Vorhaben wurden neun Projekte ausgewählt, die künftig als besonders aussichtsreich für die Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems gelten.Ziel ist es, die Forschungslandschaft in Deutschland nachhaltig zu stärken und internationale Spitzenpositionen auszubauen. Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen, unabhängigen Verfahren unter Beteiligung des Wissenschaftsrats und weiterer internationaler Expertengremien.Kriterien waren unter anderenm der wissenschaftliche Mehrwert, das Innovationspotential, Beiträge zur technologischen Souveränität sowie die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz.Alle Projekte wurden nach wissenschaftlicher Exzellenz, Innovationspotential und Umsetzbarkeit priorisiert. Dabei decken die ausgewählten Projekte ein breites Themenspektrum ab – von Astrophysik über Materialwissenschaften bis hin zu digitalen Infrastrukturen. Auswahl von Projekten Quelle: heise.de Lothar StarkeVorsitzenderhttps://www.facebook.com/Industriemuseumteltowwww.imt-museum.dee-mail: imt-museum@t-online.deIndustriemuseum aktuell online:http://imt-museum.de/de/home/imt-aktuel Foto: Industriemuseum

Notwendige Investitionen in die Infrastruktur der Bahn

Nach dem Beschluss des 20. Deutschen Bundestag am 18. März 2025 hat am 21. März 2025 auch der Bundesrat der Grundgesetzänderung über das Sondervermögen für Infrastruktur und Investitionen zur Erreichung der Klimaneutralität zugestimmt.Damit ist der Weg frei gemacht für Investitionen in die Deutsche Infrastruktur in Höhe von EURO 500 Milliarden in den nächsten 12 Jahren.Einen großen Umfang an Investitionen erfordert die Infrastruktur der Bahn.Dabei ist zu beachten, das große Investitionen in die Infrastruktur der Bahn auf der Grundlage bestehender Beschlüsse der Europäischen Union erforderlich sind. Mit dem Vertrag von Maastricht wurde der Europäischen Union die Aufgabe übertragen, transeuropäische Netze (TEN) in den Bereichen Verkehr, Telekommunikation und Energie auf- und auszubauen.Mit dem transeuropäischen Verkehrsnetz TEN-V wurden vorrangige Achsen und Projekte bis 2005 festgelegt. Mit 30 transnationalen Verkehrsachsen wurde eine nachhaltige Entwicklung des Verkehrs angestrebt.Das transeuropäische Netz umfasst auch bedeutende technologische Projekte wie „Galileo“, das europäische System der Satellitennavigation, das Zugbeeinflussungssystem „European Train Control System“ (ETCS) und das neue 5G- basierte Bahnfunksystem „Future Railway Mobile Communication System“ (FRMCS). Der Ausbau des Schienenverkehrs ist ein zentrales Element für …