Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raunfahrt (DLR) entwickelt und erprobt elektrische Antriebssysteme auf Basis von Brennstoffzellen mit einer Leistung von bis zu 1,5 Megawatt für mobile Anwendungen.
Zum ersten Mal ist es gelungen, mit zwei der wichtigsten Komponenten – den Brennstoffzellen und dem Elektromotor – jeweils eine Leistung von mehr als einem Megawatt zu erreichen.
Im komplexen und modular aufgebauten BALIS-Testfeld ist es möglich, einzelne Komponenten und auch ganze Antriebsstränge umfassend zu untersuchen.
Aufgrund der Größenordnung, des flexiblen Aufbaus und der damit verknüpften Methodik der Forschung ist die Anlage weltweit einmalig. Sie befindet sich auf dem Innovationscampus des E2U Empfinger Entwicklungszentrum für Umwelttechnologien.
Finanzierung und Koordination des Projektes BALIS
Die Untersuchungen werden im Projekt BALIS 2.0 durchgeführt und im Rahmen des „Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ mit insgesamt 9,3 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert.
Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm Next Generation EU bereitgestellt.
Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
Ein Meilenstein in der Entwicklung von Brennstoffzellen: Systemen
Bisher sind Systeme dieser Leistungsklasse noch nicht auf dem Markt. Die technische Herausforderung liegt darin, alle Komponenten so zu entwickeln und zu vereinen, dass sie stabil mit einer hohen Leistung von einem Megawatt und mehr laufen.
Dazu wurden zwölf Brennstoffzellen-Module elektrisch miteinander gekoppelt. Alle Module tauschen Informationen aus und interagieren. Jedes dieser Module besteht wiederum aus mehr als 400 einzelne Brennstoffzellen.
Anwendung für mobile, leistungsintensive Antriebsstrände
Brennstoffzellensysteme, wie sie das DLR mit BALIS entwickelt und testet, können zukünftig zum Beispiel Schiffe antreiben, im Schwerlastverkehr auf der Straße oder in der Luftfahrt eingesetzt werden.
Kommt in den Brennstoffzellen Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen – sogenannter grüner Wasserstoff – zum Einsatz, ermöglichen sie CO2 -freie und damit umweltverträgliche Mobilität.
Gleichzeitig ermöglicht diese Technologie, unabhängig von fossilen Rohstoffen zu werden und die Innovationsstärke und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Hightech-Bereich zu stärken.
Lothar Starke
Vorsitzender
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