Lebendige Diskussionen und klare Positionen
Wahlforum in Drewitz– Mit 64 Teilnehmenden, darunter die Kandidat:innen für das Amt der Landrätin bzw. des Landrats, fand am 19. Februar 2026 ein vielbeachtetes Wählerforum statt. Trotz der abgelegenen Location war die Resonanz bemerkenswert – ein Zeichen für das große Interesse an der Zukunft des Landkreises.
Klarer Kurs der etablierten Parteien Heiko Jahn (SPD) und Martin Heusler (CDU) überzeugten mit fundierten Argumenten und wahlkampferprobten Auftritten. Beide verteidigten die jüngsten Investitionen in Wasserstoff-Busse, die in Kürze auf den Straßen des Landkreises unterwegs sein sollen. Heusler betonte dabei die Bedeutung moderner Mobilität und kündigte an, sich mit seinem Engagement an der Wahlurne messen zu lassen. Besonders innovativ: Sein Plan, ein in Polen bereits erfolgreich eingesetztes digitales Portal für Schulen und Lehrer im Landkreis einzuführen. Ziel ist es, Lehrkräfte von administrativem Aufwand zu entlasten und mehr Zeit für die Unterrichtsvorbereitung zu schaffen – ein wichtiger Schritt, um die Schüler:innen als zukünftige Fachkräfte zu stärken.
Die AfD-Kandidatin Beyer fordert in ihrer Argumentation, die Mittel statt für Forschungseinrichtungen lieber für kostenloses Essen in Schulen und Kindergärten sowie für die Unterstützung lokaler Unternehmen einzusetzen. Ihre Position: „Nur ausgeben, was man einnimmt“ – ein klarer Appell an Haushaltsdisziplin und die Stärkung der regionalen Wirtschaft.
Der Kandidat von „Die PARTEI“ sorgte mit humorvollen, aber pointierten Kommentaren für Auflockerung. Doch die anwesenden Bürger:innen waren sich einig: Angesichts der Haushaltslage des Landkreises braucht es vor allem tragfähige Lösungen – und weniger Kabarett.
Fazit: Vielfalt der Meinungen Das Forum zeigte, wie unterschiedlich die Vorstellungen für die Zukunft des Landkreises sind. Doch alle Beteiligten eint das Ziel, die Region lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten. Die Entscheidung liegt nun bei den Wähler:innen – am 08.03.2026 ist es so weit.
Foto und Text: UVBB – VB Südbrandenburg

