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Ostdeutscher Unternehmertag: Für stärkere Exportorientierung

Potsdam | Der Ostdeutsche Unternehmertag hat sich für die stärkere Export-Ausrichtung der kleinen und mittleren Unternehmen in den neuen Ländern ausgesprochen. "In erster Linie müssen die Absatzmärkte in Osteuropa gesichert werden. Dazu gehört auch, das Verhältnis zu Russland zu normalisieren, den traditionellen Markt zahlreicher Firmen in Ostdeutschland", so der gastgebende Präsident des Unternehmerverbandes Brandenburg-Berlin (UVBB), Dr. Burkhardt Greiff.
Auch zu anderen osteuropäischen Ländern könnten Unternehmen in den neuen Bundesländern ihre Potenziale stärker ausspielen. Hier gebe es aus der Vergangenheit zahlreiche Kontakte, an die angeknüpft werden könnte. "Man findet mental schnell eine gemeinsame Basis", sagte Greiff auf der Pressekonferenz.
Greiff berichtete über die grenzüberschreitenden Aktivitäten des UVBB zur Zusammenarbeit mit Polen auf dem Gebiet des Güterverkehrs. Hier gibt es regelmäßige Gespräche mit dem Arbeitgeberverband in Lebus. Eine Überlegung ist die Aufbau von Logistikunternehmen deutsch-polnischen Logistikunternehmen entlang der grenzüberschreitenden Ost-West-Hauptachsen von Straße und Schiene. Es sei jedoch ein längerer Prozess mit vielen bürokratischen Hürden, bis die Bemühungen Früchte bringen.
Laut dem Bericht zur Deutschen Einheit lag der Auslandsumsatz des Verarbeitenden Gewerbes in Ostdeutschland 2017 bei 39,7 Prozent, in den Westdeutschen Ländern dagegen bei 51,5 Prozent. Dies ist laut dem Bericht ein Grund dafür, warum die Wachstumsdynamik in den neuen Ländern geringer als in Westdeutschland ausfällt. "Nur über eine höhere Exportquote können wir im Vergleich mit Westdeutschland aufschließen", sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft der Ostdeutschen Unternehmerverbände und Berlin, Hartmut Bunsen.

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